«Ich bin ein Vertreter des Landes»

Die CVP des Kantons St. Gallen will den 2011 verlorenen Ständeratssitz zurück erobern. Die Delegierten nominierten Thomas Ammannn, Fraktionschef im Kantonsrat. Der Rheintaler sieht sich als Vertreter der ländlichen Bevölkerung.

Thomas Ammann an einem Rednerpult

Bildlegende: Thomas Ammann an der Delegiertenversammlung der St. Galler CVP, von der er nominiert wurde. Keystone

Thomas Ammann wurde von den CVP-Delegierten einstimmig als Ständeratskandidat nominiert. Mit dem 50-jährigen Kantonsrat und Gemeindepräsidenten von Rüthi will die CVP den Sitz im Stöckli zurückerobern, den sie vor drei Jahren verloren hat.

Thomas Ammann sieht sich auch als Vertreter der ländlichen Bevölkerung: «Der Kanton St. Gallen besteht aus vielen Regionen, in denen Menschen sich jetzt nicht vertreten fühlen», so Ammann im Regionaljournal Ostschweiz.

Für die beiden Ständeratssitze kandidieren zudem die Bisherigen Karin Keller-Sutter (FDP), Paul Rechtseiner (SP) und Thomas Müller (SVP).

CVP will mehr Sitze holen

Die CVP St. Gallen will bei den Eidgenössischen Wahlen im kommenden Jahr einen vierten Nationalratssitz gewinnen und den verlorenen Sitz im Ständerat zurückerobern. Die Delegierten nominierten am Freitagabend Thomas Ammann für den Ständerat und den Nationalrat.

Dank Listenverbindungen mit BDP, EVP und der Jungen CVP seien die Chancen auf einen vierten Sitz im Nationalrat gut, sagte Parteipräsident Patrick Dürr an der Nominationsversammlung der CVP St. Gallen.

Zu den Nationalratswahlen vom 18. Oktober 2015 tritt die CVP mit zwölf Kandidatinnen und Kandidaten an. Angeführt wird die Liste von den Bisherigen Jakob Büchler und Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbandes.

Die CVP St. Gallen ist zweitstärkste Partei im Kanton St. Gallen und in der laufenden Amtsperiode mit drei von zwölf Sitzen im Nationalrat vertreten. Die SVP hat vier Sitze, die SP zwei. Die FDP, die Grünen und die Grünliberalen (GLP) haben je einen Sitz.