Illegaler Holzschlag beschäftigt Kantone

Im Kanton Appenzell Innerrhoden wird heute mehr Holz illegal geschlagen als früher. Das Problem fehlender Bewilligungen kennt auch der Kanton Thurgau.

Ein Förster schneidet einen Baumstamm mit der Kettensäge.

Bildlegende: Im Appenzellerland und im Thurgau sind viele Wälder in privater Hand. Keystone

Es gebe verschiedene Gründe für das illagale Holzschlagen, sagt Michael von Büren, der Stellvertreter des Innerrhoder Oberförsters. «Manchmal ist es Unwissenheit, manchmal werden Waldflächen wohl absichtlich beseitigt.»

Für illegales Holzen gibt es eine Busse. Im Kanton Appenzell Innerrhoden können Waldbesitzer pro Jahr 10 Kubikmeter ohne Bewilligung schlagen. So eine Menge für den Eigenbedarf kennt der Thurgau nicht mehr. Dort muss jeder Baum, der geschlagen wird, vorher vom Kantonsförster angezeichnet werden.

Dafür genüge ein Telefon, sagt Oberförster Daniel Böhi. Trotzdem hielten sich nicht alle Waldbesitzer an diese Regel.

«Wir hatten letztes Jahr schätzungsweise 10 bis 15 Fälle, bei welchen keine Bewilligung vorlag.» In den meisten Fällen handelt es sich um kleinere Mengen, da genüge eine Ermahnung, erklärt Böhi. Bei Wiederholungstätern gebe es jedoch kein Pardon.

Für die Tatsache, dass illegaler Holzschlag im Thurgau oder im Appenzellerland eher ein Thema ist als beispielsweise im Kanton Graubünden, gibt es eine einfache Erklärung: In Graubünden ist der Grossteil des Waldes im Besitz der Gemeinden und wird direkt von den Kantonsförstern betreut. Im Thurgau beispielsweise sind 55 Prozent des Waldes in Privatbesitz.