Im Gemeinschaftsgrab, aber bitte individualisiert

Kremationen haben Erdbestattungen schon lange abgelöst. Ein wichtiger Grund: Es gibt weniger Aufwand für die Angehörigen. Dies ist auch der Grund, weshalb Bestattungen in Gemeinschaftsgräbern zunehmen. Der Ostfriedhof der Stadt St. Gallen passt sich diesen Wünschen an.

Auf dem Ostfriedhof gibt es verschiedene Varianten von Gemeinschaftsgräbern. Vor neun Jahren wurden beispielsweise hinter der Kapelle des Friedhofs Birken angepflanzt, zwischen denen die Asche von Verstorbenen beerdigt werden kann. Angehörige können auf Stühlen verweilen oder Blumen und Kerzen bringen.

Zudem wurden in einem anderen Teil des Friedhofs, der an den Wald grenzt, Bäume angepflanzt – quasi als Verlängerung des Waldes. Auch hier kann die Asche von Verstorbenen bestattet werden.

«  Die Leute wollen den Angehörigen nicht zur Last fallen und wählen deshalb oft das Gemeinschaftsgrab. »

Michael Bächler
Friedhofsgärtner

Das neuste Gemeinschaftsgrab bietet am meisten Platz für individuelle Wünsche. Auf der Wiese des Gemeinschaftsgrabes steht ein geschliffener Sockel aus Nagelfluh. Im Nagelfluh-Gestein sind die kleineren Steine sichtbar, aus denen es besteht. Einer dieser kleinen Steine kann ausgewählt werden. Er wird dann auf circa 30 Zentimeter vergrössert und mit dem Name beschriftet.