In Braunwald fliegt bald die Rega

Der Linthaler Hausarzt wird bald pensioniert. Deshalb übernehmen die Alpine Rettung Glarnerland und die Rega das Rettungswesen. Sie werden von freiwilligen Helfern aus Braunwald unterstützt.

Rega-Helikopter in der Luft

Bildlegende: Die Rega übernimmt das Rettungswesen in Braunwald. Keystone

Die medizinische Versorgung der Bevölkerung von Braunwald ist aus topografischen Gründen schwierig. Mit regelmässigen Sprechstunden in seiner Braunwaldner Bergarztpraxis gewährleistet der in Linthal ansässige Hausarzt Ernst Fasol zwar die medizinische Grundversorgung. Notfälle und Krankentransporte bereiten aber Schwierigkeiten.

Eigeninitiative

Der Hausarzt hat bisher aus eigener Initiative zusammen mit einer freiwilligen Ersthelfergruppe – bestehend aus engagierten Einwohnern von Braunwald – Krankentransporte zur Talstation der Standseilbahn organisiert.

Dort wurden die Patienten dem Rettungsdienst des Kantonsspitals Glarus übergeben. Weil der bisherige Hausarzt die Verantwortung für den Rettungsdienst abgibt, wird dieser neu geregelt.

Rega bei Notfällen

Wie es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei heisst, hat das kantonale Departement Finanzen und Gesundheit (DFG) nun ein Konzept verabschiedet, welches die Nachfolge regelt. Darin heisst es, dass reisefähige Patienten wie bisher selber mit der Standseilbahn ins Tal und zum diensthabenden Hausarzt oder ins Spital fahren müssen. Notfälle werden künftig von der Rega ins nächste Spital geflogen. Die Kosten für die Krankentransporte tragen wie bisher die Kranken- oder Unfallversicherung und der Patient selber. Für den Kanton Glarus sei die neue Lösung kostenneutral, so Landesstatthalter Rolf Widmer.

Bei der Rettungsflugwacht geht man nicht von einem Mehraufwand aus, da die Einsatzleitung auch jetzt schon bei medizinischen Notfällen angegangen wurde.