In der Ostschweiz fehlen internationale Gäste

Die Ostschweizer Tourismusdestinationen sind sich einig, auf dem internationalen Markt müssen sie sich besser verkaufen. Und das geht nur gemeinsam sagt Frank Bumann, Direktor von St. Gallen-Bodensee-Tourismus. Die Region habe die Internatio-nalisierung verschlafen.

Ostschweiz von Heissluftballon aus

Bildlegende: Mit einer neugeschaffenen Stelle soll sich die Ostchweiz als Ganzes besser verkaufen. Keystone

Die Ostschweiz als Tourismusdestination wird ausserhalb von Europa kaum wahrgenommen. Frank Bumann ist seit Anfangs Jahr Direktor von St. Gallen-Bodensee-Tourismus und möchte diesem Zustand ein Ende setzen. Er sagt in der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von SRF 1, dass International nicht nur das Matterhorn, Jungfraujoch, Luzern oder Zermatt vermarktet werden dürfen: «Die Ostschweiz müsse eine Alternative sein».

Damit die Ostschweiz als eine Destination funktioniere, müssen die Angebote von einer Stelle aus koordiniert und auf schweizer Tourismusplattformen platziert werden. Nur so schaffe die Region den Anschluss, so Bumann weiter. Auch Graubünden möchte vermehrt auf Gäste aus China und Indien setzen. «Für beide Regionen dürfte das nicht einfach werden», sagt Christian Laesser, Tourismusprofessor an der Uni St. Gallen.

«Es braucht einzigartige Angebote, die die Leute in die Region locken», sagt Laesser. Zusätzlich müssten sich auch die Hotelliers und Gastbetriebe vermehrt auf die neuen Gäste einstellen. Da sei jedes Detail wichtig, meint Laesser. «Die Restaurants müssen auf ihren Speisekarten Fotos der Speisen drucken, so wie das in China gemacht wird.» Bei den Bemühungen um die neuen Gäste stehe die Region noch am Anfang, sagt der Tourismusprofessor.