In St. Gallen waschen sich schwarze Schafe weiss

539 Personen und Firmen haben sich im Jahr 2014 selber angezeigt. Sie haben Steuern hinterzogen. Damit hat sich die Zahl der Selbstanzeigen massiv erhöht. Die Kasse des Kantons profitiert.

Steuererklärungen

Bildlegende: Schwarzgeld-Meldungen haben in den letzten Jahren stetig zugenommen. Keystone

Durch straflose Selbstanzeigen legten Personen und Firmen dem Kanton St. Gallen im letzten Jahr rund 300 Millionen Franken unversteuerter Vermögen offen. Damit wurde das Spitzeresultat von 250 Millionen Franken aus dem Jahr 2013 übertroffen. Auch die Anzahl Fälle war sehr hoch. Einzig bei der Einführung der straflosen Selbstanzeige im Jahr 2010 zeigten sich mehr Firmen und Personen selbst an.

Die künftige Teilnahme der Schweiz am automatischen Informationsaustausch sei sicher ein Grund dafür, mutmasst Felix Sager vom St. Galler Steueramt. Der Zeitgeist, welcher mehr Transparenz mit sich bringe und die Aufdeckung von Steuerhinterziehungen von öffentlichen Personen würden zu einem Umdenken führen. Kanton und Gemeinden haben dadurch rund 15,9 Millionen Franken zusätzlich eingenommen.

Weitere Facts aus der Medienmitteilung des St. Galler Steueramts

  • 300'000 Personen erhalten in diesen Tagen die Unterlagen für die Steuererklärung.
  • 4/5 der Steuerpflichtigen füllen ihre Steuererklärung erfahrungsgemäss elektronisch aus.
  • 60 Prozent fordern das reduzierte Formularset an. Damit werden 24 Tonnen Papier gespart.