Innerrhoden sagt Ja zum Spitalverbund Appenzellerland

Wie der Ausserrhoder Kantonsrat vor Wochenfrist hat am Montag auch der Innerrhoder Grosse Rat Ja gesagt zum Spitalverbund Appenzellerland. Er stimmte einem Rahmenkredit von 667'000 Franken für die Vorarbeiten zum Spitalverbund mit 45 gegen eine Stimme zu.

Eine Pflegerin setzt einem Patienten Messgeräte an.

Bildlegende: Die beiden Appenzeller Halbkantone schlagen in der Gesundheitspolitik einen gemeinsamen Weg ein. Keystone

Geht es nach den Regierungen, sollen die beiden Appenzell ihre Akutspitäler in Herisau AR, Heiden AR und Appenzell sowie die Psychiatrische Klinik in Herisau gemeinsam im Verbund führen.

Im Innerrhoder Grossen Rat gab es am Montag kritische Stimmen. Monika Rüegg Bless (Appenzell) wollte von der Regierung einen Plan B. Falls der Spitalverbund trotz der Vorarbeiten für zwei Millionen Franken nicht zustande komme - in Innerrhoden entscheidet die Landsgemeinde 2014 über die "Hochzeit", in Ausserrhoden gilt das fakultative Referendum -, brauche es für Innerrhoden Alternativen, argumentierte Monika Rüegg Bless. Ihr Antrag wurde aber abgelehnt.

Der Regierende Landammann (Regierungspräsident) Carlo Schmid wie auch Statthalterin (Gesundheitsdirektorin) Antonia Fässler hatten sich gegen eine Überweisung des Auftrags für einen Plan B ausgesprochen. Damit würde man ein schlechtes Signal nach Ausserrhoden senden, sagte Schmid. Zudem habe die Standeskommission Alternativen diskutiert.

Der Spitalverbund Appenzellerland soll Mitte 2014 in Kraft treten. Für die Vorbereitung sprach der Ausserrhoder Kantonsrat letzte Woche einen Kredit von 1,333 Millionen Franken; das sind zwei Drittel der Vorbereitungskosten, Innerrhoden zahlt ein Drittel daran.