Innerrhoder Grossräte wollen Antworten

Der ehemalige Innerrhoder Finanzdirektor Sepp Moser erhebt schwere Vorwürfe gegen die Innerrhoder Regierung. Diese soll 2008 ein Stück Land für weniger Geld verkauft haben als in einem Vorvertrag festgelegt wurde. Die Regierung sagt, das habe mit einer Zonenplanänderung zu tun.

Innerrhoder Regierung

Bildlegende: Innerrhoder Ex-Finanzdirektor macht der Standeskommission happige Vorwürfe Keystone

Statt für zwei Millionen Franken soll die Standeskommission der Luftseilbahn Jakobsbad-Kronberg Boden für 1,6 Millionen Franken verkauft haben. Der Ex-Finanzdirektor Sepp Moser wirft seinen ehemaligen Regierungskollegen vor, den Kanton um viel Geld gebracht zu haben.

Sepp Moser hat die staatswirtschaftliche Kommission (StwK) des Grossrats darauf aufmerksam gemacht. Deren Antworten seien aber unbefriedigend, sagt Moser gegenüber der «Ostschweiz am Sonntag». Er gehe deshalb nun an die Öffentlichkeit.

Am Montag wird im Innerrhoder Kantonsparlament der jährliche Bericht der StwK behandelt. Gegenüber «Regionaljournal Ostschweiz» sagen vereinzelte Grossräte und Grossrätinnen, dass sie klare Antworten von der Kommission verlangen.

Grossrätin Rahel Mazenauer möchte zum Beispiel wissen, ob es sich dabei um einen Einzelfall handelt oder ob noch mehr im Verborgenen liegt. Ähnliches will Arbeitnehmer Christoph Keller. Einzig Alfred Inauen vom Gewerbeverband ist mit der Antwort der StwK zufrieden. Er glaubt, dass dieser Angriff von Sepp Moser auf die Standeskommission persönliche Hintergründe hat.