Integrationsförderung in Ausserrhoden koordinieren

Erst 2012 wurde im Kanton Appenzell Ausserrhoden erstmals Geld für die Integrationsförderung im Kantonsbudget eingeplant. In den Gemeinden wurde eigenständig ein Angebot geschaffen, sofern es nötig war. Koordiniert wurde zwischen den Gemeinden nichts, dies soll sich nun ändern.

Leere Schulstühle und im Hintergrund an der Wand Plakate.

Bildlegende: Kanton und Gemeinde zahlen je die Hälfte der jährlichen Kosten von rund 110'000 Franken. SRF

Erste Priorität und finanziell am meisten Gewicht hat die Sprachförderung und Frühförderung, also Angebote für Kinder. Daneben sollen auch die Bereiche Information, Beratung, Arbeit und gesellschaftliche Integration eine Rolle spielen.

Alle 20 Ausserrhoder Gemeindepräsidenten haben sich an einer Konferenz für eine gemeinsame Lösung ausgesprochen. Die ersten Gemeinden haben bereits die Vereinbarung unterzeichnet. In einem nächsten Schritt arbeitet dann das Amt für Gesellschaft ein Sprachkurs-Angebot aus.

Dieses könne dann von den Gemeinden in Anspruch genommen werden, so Ingeborg Schmid, die Präsidentin der Ausserrhoder Gemeindepräsidenten. Es mache keinen Sinn, dass jede Gemeinde ein Angebot schafft. Zudem gehe es auch um Solidarität. Nicht jede Gemeinde habe ein Bedürfnis, es betreffe vor allem Gemeinden mit einem hohen Ausländeranteil.

Integrationsförderung:

Seit dem 1. Januar 2014 sind die Kantone für die Umsetzung ihrer Integrationsmassnahmen zuständig. Gemeinsam mit dem Bund haben sie dazu kantonale Integrationsprogramme (KIP) erarbeitet. Das Bundesamt für Migration leistete im 2013 Bundesbeiträge zur Integrationsförderung von insgesamt 13,4 Millionen Franken. Ab 2014 soll mehr Geld in die Förderung fliessen, jährlich rund 39 Millionen Franken.