Intelligente Stromzähler werfen Fragen beim Datenschutz auf

Die St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK) führt ab Oktober 2013 intelligente Stromzähler ein. Diese neuen Geräte sollen mithelfen, den Stromverbrauch zu reduzieren. In einem ersten Schritt werden die mechanischen Stromzähler ersetzt. Das entspricht immerhin rund 20 Prozent aller Geräte.

Mann arbeitet mit Laptop vor modernen Stromzählern.

Bildlegende: Intelligente Stromzähler haben laut SAK Zukunft. ZVG

Anschliessend sollen auch die bestehenden elektrischen Stromzähler ausgewechselt werden. Die SAK versorgt 70‘000 Haushalte und damit rund 440‘000 Menschen in den Kantonen St.Gallen und beiden Appenzell mit Strom.

Intelligente Stromzähler gehören laut Bundesamt für Energie (BFE) zu den Massnahmen der «Energiestrategie 2050». Sie messen zeitnah den Stromverbrauch und unterstützen eine Datenübertragung in beide Richtungen.

Bei den SAK will man die intelligenten Stromzähler in einem ersten Schritt für die vereinfachte Auswertung des Stromverbrauchs einsetzen. Das bedeutet: Der Kontrolleur des Stromwerkes muss nicht mehr den Zähler im Keller einer Haushaltung ablesen, sondern er kann die Daten digital auf seinem Computer bearbeiten.

In einem späteren Schritt will die SAK die kommunikative Vernetzung des Stromzählers zu einem intelligenten Netzes prüfen – unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und Aspekten der Prozess- und Kostenoptimierung, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Ein gewichtiger offener Punkt ist dabei der Datenschutz, was der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) bereits Anfang August 2010 in einer Branchenempfehlung festgehalten hat.