Ja zum Kopftuchverbot in Au-Heerbrugg

Die Stimmbürger der Primarschule Au-Heerbrugg sagen deutlich Ja zum Kopftuchverbot. Dieses wollte die SVP mit einem Referendum erwirken, weil die Schulbehörde das Verbot nach öffentlichem Druck aus der Schulordnung nahm. Das Volk hat nun mit 506 Stimmen zu 990 Stimmen Ja zum Verbot gesagt.

Im Sommer 2013 gelangte an die Öffentlichkeit, dass die Primarschule Au-Heerbrugg Nafiso und Naimo Farax nach Hause schickte. Die moslemischen Mädchen weigerten sich, in der Regelklasse das Kopftuch abzulegen. Die Schulordnung verbietet das Tragen jeder Art von Kopfbedeckung.

Die Geschichte sorgte schweizweit für Schlagzeilen. Der öffentliche Druck war gross. Am 10. Juli änderte der Schulrat die Schulordnung und erlaubte das Tragen von Kopftüchern im Unterricht 2013. Daraufhin ergriff die örtliche SVP das Referendum.

Die SVP des Kantons St. Gallen strebt einen Leitentscheid in der Sache an. Sie prüft, ein Kopftuchverbot in der Schule im kantonalen Volksschulgesetz zu verankern.