Jakob Stark: Graue Wolken am Finanzhimmel

Der Thurgauer SVP-Regierungsrat Jakob Stark will nach zehn Jahren in der Regierung weitermachen. Der Vorsteher des Finanz- und Sozialdepartements hat in seiner Amtszeit bereits zwei Mal das Departement gewechselt. Nun beschäftigt ihn vor allem die Sorge um ausgeglichene Kantonsfinanzen.

Jakob Stark

Bildlegende: Mit dem Finanzdepartement hat Jakob Stark mehr Einfluss. SRF/Philipp Gemperle

  • Jahrgang: 1958
  • Beruf: Historiker und Journalist
  • Regierungsrat seit 2006
  • Erziehungsdepartement (2006-2008), Baudepartement (2008-2014), Finanzdepartement (seit 2014)
  • Politische Laufbahn: Kantonsrat (1996-2006), Präsident SVP-Fraktion (2000-2006), Gemeindeammann Kradolf-Schönenberg (1996-2006), Präsident Verband Thurgauer Gemeinden (2004-2006)

Erfolge im Baudepartement

Nach seinem Wechsel vom Erziehungs- ins Baudepartement blühte Jakob Stark auf. Er konnte sich als Kopf einer Expo in der Ostschweiz profilieren. Zudem brachte er die beiden neuen Strassen durch den Thurgau, BTS und OLS, vor dem Stimmvolk durch.

Sein Wechsel ins Finanzdepartement 2014 überraschte deshalb und wurde auch kritisiert. Er habe Projekte angerissen und nicht zu Ende gebracht. Der Wechsel ins Finanzdepartement bringt Stark mehr Einfluss, weil er in diesem Schlüsseldepartement auch bei anderen Themen mitreden kann.

Grosse Herausforderungen

Wird Jakob Stark wiedergewählt, warten einige Probleme im Finanzdepartement auf ihn. Ausgeglichene Kantonsfinanzen ohne Steuererhöhung dürften weiterhin eine grosse Herausforderung sein.

Auch im Gesundheitsbereich, welcher zum Finanzdepartement gehört, müssen nachhaltige Lösungen gefunden werden. Steigende Gesundheitskosten und säumige Prämienzahler sind nur einige der Knacknüsse.

SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz, 12:03/17:30 Uhr