Kampf um das Herisauer Gemeindepräsidium

Zwei bürgerliche Kandidaten wollen künftig die Geschicke des Ausserrhoder Hauptorts lenken. SVP-Kandidat Renzo Andreani arbeitet auf der Verwaltung in Zürich, FDP-Kandidat Ueli Strauss auf der Verwaltung in St. Gallen. Die beiden unterscheidet trotz politischer und beruflicher Nähe einiges.

Herisau

Bildlegende: Ein Wahlkampfthema ist der Wohnort der Kandidaten: Andreani ist Herisauer, Strauss Wittenbacher. zvg

FDP-Kandidat Ueli Strauss wird als Favorit für das Herisauer Gemeindepräsidium gehandelt. Die SP drückte ihre Sympathien für ihn aus. Deshalb ist sein Wählersegment rein mathematisch einiges grösser als jenes des SVP-Kandidaten.

Strauss hat zudem etwas genauere Vorstellungen davon, wohin er die Gemeinde führen will. Andreani möchte dagegen alles genau abklären und sich erst dann festlegen, wohin die Reise führt.

Finanzen im Fokus

Renzo Andreani

Bildlegende: Renzo Andreani SRF

Architekt Renzo Andreani (SVP) ist im Einwohnerrat (Gemeindeparlament) von Herisau. Er wolle vor allem die Finanzen der Gemeinde im Griff haben. Das sei ein wichtiges Ziel, sagte er gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF.

Wenn Andreani sein Gesicht auf einem Plakat in Herisau sieht, dann sei das «komisch». Es sehe aber nicht schlecht aus, freut sich der SVP-Kandidat. Er werde als offener Kandidat in der Natur präsentiert.

Raumplanung als Herausforderung

Ueli Strauss

Bildlegende: Ueli Strauss zvg

Ueli Strauss (FDP) ist ausgebildeter Forstingenieur. Er arbeitete in seiner Laufbahn auf verschiedenen kantonalen Verwaltungen. Für ihn sind gesunde Finanzen und eine nachhaltige Raumplanung wichtige Ziele, welche er als Gemeindepräsident erreichen wolle.

Auch für Ueli Strauss ist es «ein komisches Gefühl», wenn er sich auf einem Plakat sehe. Seine Kinder freuten sich aber jeweils darüber, wenn sie an den Plakaten vorbeifahren, sagt Strauss.