Kanti-Streit: Gemeinden gehen mit Regierung hart ins Gericht

Unausgegoren, zu wenig durchdacht und einseitig: Die politischen Gemeinden im Linthgebiert kritisieren den Entscheid der St. Galler Regierung, an der Kantonsschule Wattwil festzuhalten.

Klassenzimmer eines Gymnasiums.

Bildlegende: St. Galler Gemeinden im Lithgebiet kämpfen weiter für eine eigene Kantonsschule. Keystone

Zwei Drittel der Schüler der Kantonsschule Wattwil kommen aus dem Linthgebiet. Deshalb möchten die Gemeinden eine eigene Kantonsschule - damit sich der Schulweg für die Schülerinnen und Schüler verkürzt. Die Regierung hat sich Anfang Mai aber für den Standort Wattwil entschieden.

«Auswirkungen sind unbekannt»

Kantonsschule Wattwil

Bildlegende: Viele Schüler der Kantonsschule Wattwil reisen aus dem Linthgebiet an. zvg

Der Verband der politischen Gemeinden im st. gallischen Linthgebiet kritisiert den Entscheid heftig. «Die Regierung hat entscheiden, bevor die Auswirkungen überhaupt bekannt sind», sagt Vizepräsident Peter Göldi gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1. Zudem habe eine Studie klar zu Tage gebracht, dass Uznach im Linthgebiet ein idealer Standort für eine Kantonsschule wäre - die Regierung kehre das aber unter den Teppich.

Bildungschef Stefan Kölliker weist diese Kritik zurück. «Die Studie ist nur ein Aspekt von vielen, die wir berücksichtigen müssen. Unter dem Strich spricht die Summe der Argumente klar für Wattwil.» Darüber hinaus könne keine Rede davon sein, dass die Regierung generell den Entscheid zu wenig fundiert gefällt habe.