Kanton Glarus soll Beteiligung an Grosskraftwerk überdenken

Soll der Kanton Glarus an seiner Beteiligung an den Kraftwerken Linth-Limmern festhalten, auch wenn diese ihn jährlich Millionen kostet? Die Glarner SVP findet, der Kanton müsse seine Beteiligung überdenken und allenfalls Konsequenzen ziehen.

Die Staumauer am Limmernsee.

Bildlegende: Die Staumauer am Limmernsee. Keystone

Für die Glarner SVP ist die 15-Prozent-Beteiligung des Kantons an den Kraftwerken Linth-Limmern (KLL) ein Verlustgeschäft. Der befristete Abnahmevertrag mit einer Gültigkeit vom 1. Januar 2016 bis Ende September 2017 zwinge den Kanton, den Strom überteuert bei der Axpo Trading AG kaufen zu müssen. Statt der handelsüblichen rund 4 Rappen pro Kilowattstunde müssten die technischen Betriebe deshalb rund das Doppelte dafür bezahlen.

Millionenverluste budgetiert

SVP-Landrat Peter Rothlin rechnet damit, dass Glarus Millionen dafür aufwenden müsse. In der Staatskasse wurde für die Jahre 2016 und 2017 ein Verlust von fünf Millionen budgetiert. Für Rothlin wäre ein Ausstieg aus der KLL-Beteiligung deshalb denkbar. In einer Interpellation stellt er der Regierung verschiedene brisante Fragen rund um die Stromstrategie.