Kanton macht Druck in Rorschacherberg

Mit dem Nein zu einem Steg in Rorschacherberg geht der Machtkampf in der St. Galler Bodensee-Gemeinde weiter. Die Gemeinde will nun einen Spazier- und Veloweg an der Kantonsstrasse vorantreiben. Für den St.Galler Raumplaner ist das keine Lösung.

Uferweg am Bodensee.

Bildlegende: Der kantonale Raumplaner will Seeufer überall zugänglich machen. Keystone

Das Volk habe in den letzten Jahren alle Vorschläge dem See entlang abgelehnt, sagt der Rorschacherberger Gemeindepräsident Beat Hirs. Deshalb werde die Gemeinde nun eine Lösung entlang der Kantonsstrasse vorantreiben. «Alles andere ist nicht mehrheitsfähig.»

Einspruch gegen dieses Vorgehen gibt es vom lokalen Komitee, welches sich für einen Steg einsetzte, aber die «überrissen teure Variante» am Sonntag ablehnte. «Wir fordern einen runden Tisch mit allen Beteiligten», sagt Michael Buob von der CVP.

Rückendeckung für einen Seeuferweg gibt es vom kantonalen Raumplaner. Ueli Strauss will nun das Gespräch mit der Gemeinde suchen. Der öffentliche Seezugang sei im kantonalen Richtplan festgeschrieben. «Daran müssen sich auch die Gemeindebehörden von Rorschacherberg halten», so Strauss.