Kanton Thurgau rechnet mit schwarzen Zahlen

Das Budget des Kantons Thurgau sieht für 2017 einen Überschuss von acht Millionen Franken vor. Nicht zuletzt dank dem Entlastungsprogramm «LÜP».

Kasse mit Schweizer Noten und Münzen

Bildlegende: Die Haushaltskasse des Kantons Thurgau verspricht 2017 wieder rosigere Zeiten. Keystone

Der Kanton Thurgau hat einige Hebel in Bewegung gesetzt, um seinen Haushalt wieder auf Kurs zu bringen. Die Leistungsüberprüfung (LÜP) sei nahezu vollständig umgesetzt. Aber nur wenn die Massnahmen längerfristig wirkten, könne der Kanton auch in Zukunft ausgeglichene Rechnungen erwarten, sagte Finanzdirektor Jakob Stark bei der Präsentation des Budgets.

Die Erfolgsrechnung sieht Einnahmen und Ausgaben von rund 2,1 Milliarden Franken vor. Die Investitionsrechnung sieht Netto-Investitionen von 57,4 Millionen Franken vor. Nach dem Wegfall der Spitalinvestitionen bewege man sich auf einem mittleren Niveau, hiess es. In der Gesamtrechnung klafft, nach Auflösung von Rückstellungen und Schwankungsreserven des Finanzausgleichs (NFA), eine Lücke von 38 Millionen.

Individuelle Lohnerhöhungen

Auf generelle Lohnerhöhungen für das Staatspersonal will die Regierung wegen der negativen Teuerung verzichten. Sie beantragt dem Grossen Rat aber eine Erhöhung der Lohnsumme um ein Prozent für individuelle, leistungsbezogene Erhöhungen. Davon sollen 70 Prozent aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren.