Strassenfonds NAF Kantone in den Startlöchern

Nach dem Ja zum Fonds für die Nationalstrassen und den Agglomerationsverkehr (NAF) legen die ersten Ostschweizer Kantone schon los. Das Ja zum NAF ist aber noch kein Ja zu den Projekten.

Plan der Umfahrung

Bildlegende: Das Projekt der Umfahrung Näfels liegt seit gestern beim Bundesamt für Strassen auf dem Tisch. ZVG / Regierung Kanton Glarus

Der Kanton Thurgau startet heute mit Sondierungen für die neue Bodensee Thurtal Strasse (BTS). Der Kanton Glarus hat gestern das Projekt der Umfahrung Näfels beim Bundesamt für Strassen (Astra) eingereicht. Heute hat der Glarner Baudirektor mit dem Astra-Direktor telefoniert und ist optimistisch.

Sicher ist, dass der Bund per 2020 400 Kilometer Kantonalstrassen ins Nationalstrassennetz aufnimmt und ab dann dafür bezahlt.

Unsicher ist die Finanzierung vieler geplanter Neubauprojekte wie:

  • TG: Bodensee Thurtal Strasse
  • TG: Autobahnanschluss Arbon
  • GL: Umfahrung Näfels
  • GL: Umfahrung Netstal
  • SG: Autobahnzubringer Wil-West, Rorschach und die Teilung des Autobahnzubringers Mels-Sargans
  • AR/AI: Schnellere Verbindung St. Gallen-Herisau-Appenzell

Die einzelnen Kantone waren bereits im Gespräch mit dem Astra. Das Feedback sei positiv gewesen. Deshalb sind sie auch guter Dinge, dass die Finanzierung für die Projekte zustande kommt. Man wisse einfach noch nicht genau wann.

Laut dem Astra ist noch gar nichts fixiert. Das ginge auch nicht, heisst es auf Anfrage. Am Schluss entscheidet das Parlament in Bern über die Finanzierung, auch nach dem Ja zum NAF.