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Ostschweiz Kantonspolizei SG: «Konzerte von Extremen sind unerwünscht»

Die St. Galler Kantonspolizei will Veranstaltungen wie das Rechtsrock-Konzert in Unterwasser mit 5'000 Besuchern in Zukunft nicht mehr dulden und auf die Einhaltung der Rassismus-Strafnorm achten.

Skinheads
Legende: Bis zu 5000 Besucher sind am Samstagabend in die Event- und Tennishalle von Unterwasser geströmt. Keystone

So heisst es in einer Stellungnahme vom Mittwoch: «Konzertveranstaltungen von rechts- oder linksextremen Kreisen sind im Kanton St. Gallen unerwünscht», schreibt die Polizei. Man werde die Gemeinde- und Stadtbehörden dahingehend sensibilisieren.

Die Polizei solle künftig über Anlässe grösseren Ausmasses oder auffälliger Veranstalter informiert werden. Laut einer Medienmitteilung war es der Kantonspolizei nicht möglich, das Konzert vom vergangenen Samstag in Unterwasser zu verhindern.

Um das Konzert zu verhindern oder abzubrechen, hätte es laut Polizei «Hunderte von Einsatzkräften» gebraucht. Eine Intervention wäre zu gefährlich gewesen. Veranstaltungen wie in Unterwasser könnten nur mit einem rechtzeitigen Verbot, möglichst im Stadium der Planung, unterbunden werden. Dazu sei die Polizei auf die Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und der Bevölkerung angewiesen. Eine halbe Woche nach diesem Einsatz bilanziert der St. Galler Polizeikommandant Bruno Zanga im Regionaljournal Ostschweiz des Schweizer Radio SRF: «Wir haben einen guten Job gemacht».

16 Kommentare

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  • Kommentar von Th. Morino (Free)
    Das Bild zum Text ist eine Hetzparole! Nicht jeder der eine Vollglatze trägt, ist ein Nazi! In einer verblödeten Gesellschaft, ist es gefährlich, solche Bilder zu veröffentlichen. Ob Links oder Rechts, entscheidend wäre der Weg der Mitte. Wo eine Gesellschaft nicht mehr intakt ist, entstehen beidseitig Extreme. Vielleicht ist dies ja grad erwünscht, um die Menschheit zu spalten...!? Die Sensationsgier ist das wahre Monster. Und: Hitler konnte nur wirken, weil es die Masse auch zuliess...!!
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  • Kommentar von Heidy Rüegg (heidy70)
    Reithalle Bern, Hausbesetzung in Zürich, Z.B.
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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    Nicolas Dudle,19.10./15:34 "wie solche Anlässe geplant werden, werden Veranstaltungsorte erst wenige Stunden vorher im Internet und einschlägigen Foren bekanntgegeben" Von wegen wenige Stunden...im Bericht stand 1. "BESUCHER werden bei solchen Konzerten erst wenige Stunden vorher über den Veranstaltungsort informiert" und 2. Gemeindepräsident: "...wir haben VOR EIN PAAR WOCHEN eine Veranstaltung bewilligt mit einem Gastwirtschaftspatent für Alkoholausschank für die Eventhalle in Unterwasser"
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Und was wollen Sie nun damit sagen? - Sie bestätigen ja, dass Veranstaltungsorte erst wenige Stunden vorher bekanntgegeben werden; der Ausdruck "Besucher" ändert an dieser Tatsache nichts. Und die Gemeinde hat einen Anlass für Schweizer Nachwuchsmusiker bewilligt (so die Zweckbeschreibung des geplanten Anlasses gegenüber den Behörden) und nicht ein Konzert mit internationalen Bands, geschweige denn mit solchen ideologischen Lyrics.
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    2. Antwort von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
      Sie sind der Ansicht, "dass eine Amtsstelle diese Kanäle permanent überwachen und die Polizei zusätzlich eine starke flexible Eingreiftruppe auf die Beine stellen muss" Das ist überflüssig und teuer! Die Gemeinde hätte wochenlang Zeit gehabt, sich exakter zu informieren, Genaues, Schriftliches (Namen der Bands usf) einzufordern. Das hat sie eben nicht getan!
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