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Ostschweiz Kantonspolizei veröffentlicht Standorte der Blitzer im Netz

Der St. Galler Kantonsrat bewilligte 2013 fünf zusätzliche Geschwindigkeitsmessanlagen. Diese werden bald im ganzen Kanton verteilt. Die Standorte der Blitzer werden wöchentlich im Internet und auf Facebook publiziert. Es gehe um die Sicherheit und nicht um Mehreinnahmen.

Legende: Video «Überraschende Aktion» abspielen. Laufzeit 2:59 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 30.09.2014.

Die Standorte der Blitzer werden aufgrund von Unfallschwerpunkten ausgewählt oder an bestimmten Orten, wie beispielsweise Schulen oder Heimen, aufgestellt. Bei der Standortwahl der semistationären Anlagen werden aber auch Begehren oder Reklamationen von verschiedensten Seiten berücksichtigt, heisst es in einer Mitteilung der Kantonspolizei St. Gallen.

Die Dauer des gleichen Standortes werde unterschiedlich sein.

Veröffentlichungsverbot gilt nicht

Für die Betreiber von Radaranlagen gelte das vom Bund erlassene Veröffentlichungsverbot nicht, betont Mediensprecher Hanspeter Krüsi. Einen Effekt hätten die Geräte ohnehin: «Wenn sich die Leute vorab über die Standorte informieren, beschäftigen sie sich mit dem Thema Geschwindigkeit.» Auch kleine Tempodifferenzen seien entscheidend: Wenn man mit 50 km/h vor einem Fussgängerstreifen noch anhalten könne, bedeute ein Tempo von 55 km/h, dass man vier Meter weiter fahre.

Der Kauf der fünf neuen Geschwindigkeitsmessanlagen war vom St. Galler Kantonsrat 2013 im Rahmen des letzten Sparpakets beschlossen worden. Bereits für 2014 wurden Mehreinnahmen von 6,8 Millionen Franken budgetiert. Doch die Geräte haben Verspätung. Zuerst musste abgewartet werden, bis die Massnahme in der Novembersession definitiv beschlossen wurde. Danach gab es Lieferverzögerungen.

Der Kanton St. Gallen habe bisher im Vergleich zu anderen Kantonen weniger Geräte einsetzen können, erklärte der Polizeisprecher. Das zeige auch ein Vergleich der Einnahmen aus Geschwindigkeitsbussen, beispielsweise mit dem Kanton Luzern.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Bernhard Lüthi, Affeltrangen
    Abzocke? Mehreinnahmen? Also ich fahre prinzipiell IMMER nur das erlaubte Tempo, zu schnelles Fahren bringt in der Schweiz mit ihren kleinen Distanzen sowieso nichts. Klassische Musik soll da auch Wunder wirken, für all jene, die einen lockeren rechten Fuss haben...
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  • Kommentar von U.Schneider, Rüthi
    Um die Sicherheit? Von wegen Verkehrssicherheit! Und warum wird die Polizei von Politikern auf die Jagd von Bussen geschickt weil höhere Einnahmen budgetiert wurden. Weshalb werden Einnahmen von Bussen budgetiert, wegen der Sicherheit? Warum werden Polizisten aufgefordert mehr Bussen einzunehmen? Vermutlich stehen dann nach den Blitzer irgendwo Polizisten mit Laser!
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  • Kommentar von W.Ineichen, Luzern
    Radargeräte dienen NUR dazu Geld zu machen und sind nichts anderes als Abzocke. Würden sie nämlich der Verkehrssicherheit dienen, wie behauptet wird, müsste vor jedem Blitzkasten ein entsprechendes Warnschild stehen. Ist nämlich jemand in die Radarfalle geraten, hat er ja die zulässige Geschwindigkeit überschritten, und somit den Verkehr gefährdet. Nun ist mit der allgemeinen Bekanntmachung der Fallen die Abzockerei vorbei. Bravo! Alle andern Kantone sollen ehrlich sein und es auch tun.
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