Kaum Wahlchancen für Erich Zoller

Der Kampf um das Stadtpräsidium in Rapperswil-Jona geht in eine neue Runde: Erich Zollers Partei, die CVP, lässt den bisherigen Stadtpräsidenten fallen und setzt im zweiten Wahlgang auf Kantonsratspräsident Peter Göldi. Zoller will trotzdem wieder antreten.

Erich Zoller

Bildlegende: «Ich hege deswegen keinen Groll gegen meine Partei», schreibt Erich Zoller. SRF

Die CVP will ihren Wählern gemäss Mitteilung eine «echte Wahl» bieten und schickt deshalb im zweiten Wahlgang CVP-Schwergewicht Peter Göldi ins Rennen ums Stadtpräsidium. Erich Zoller habe «kaum mehr Wahlchancen», schreibt die Partei und verweist auf den Rückzug von Kandidat Bruno Hug, welcher nun den frisch gewählten Stadtrat Martin Stöckling von der FDP unterstützt.

«  Jetzt müssen wir für die Stadt schauen. »

Thomas Hofstetter
Präsident CVP Rapperswil-Jona

Erich Zoller zeigt sich unbeeindruckt vom Vorgehen seiner Partei. In einer Mitteilung schreibt Zoller, er sei überzeugt, sein Amt «anständig, korrekt, engagiert und zum Wohle der Stadt» ausgeübt zu haben. Er hege aber keinen Groll gegen seine Partei.

Erich Zoller steht seit fünf Jahren an der Spitze von Rapperswil-Jona. Er erreichte im ersten Wahlgang 1500 Stimmen weniger als sein Herausforderer Bruno Hug (parteilos). Der 62-jährige Verleger und Chefredaktor der Gratiszeitung «Obersee-Nachrichten» steht mit der Stadt Rapperswil-Jona seit Monaten im Clinch wegen seiner kritischen Berichterstattung über die Kindes- und Erwachsenen-Schutzbehörde (KESB) Linth. Hug teilte am Montag mit, dass er nicht zum zweiten Wahlgang antreten und den 42-jährigen Martin Stöckling von der FDP unterstützen werde.

Vier Kandidaten im zweiten Wahlgang

Nun kommt es beim zweiten Wahlgang vom 6. November zur Ausmarchung zwischen Erich Zoller (CVP, bisher), Peter Göldi (CVP), Martin Stöckling (FDP) und Hubert Zeis (parteilos). Ausser Zoller trat keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang an.