Kein Basejump-Weltcup in Walenstadt

Wildtiere würden durch den Basejump-Event übermässig gestört und gefährdet. Darum bewilligt das kantonale Forstamt den Anlass nicht.

Basejumper vor dem Sprung an der Felswand

Bildlegende: Einzeln dürfen die Basejumper weiterhin abspringen. Dieser steht in Lauterbrunnen vor dem Sprung. Keystone

Das Gebiet inmitten der Churfirsten ist unter Basejumpern bekannt. Ab dem Absprungpunkt «Sputnik» fliegen sie hinunter nach Walenstadt. Der Anlass war für den September geplant.

Der Event hätte in einer besonders geschützten Wildtierzone stattfinden sollen, wie das Forstamt des Kantons St. Gallen mitteilt. In diesem Gebiet sind grössere touristische oder sportliche Anlässe nicht zulässig.

Die Wingsuitjumper seien mit grosser Geschwindigkeit unterwegs, tauchten unvermittelt auf und überraschten so die Wildtiere. «So werden die Tiere zu unkontrollierten Fluchten genötigt, bei denen sie abstürzen können», sagt Oberförster August Ammann.

Die Gemeinde hatte der Veranstaltung noch ihren Segen gegeben. «Grundsätzlich sind wir offen und möchten etwas lieber mitlenken anstatt von Anfang an zu verbieten», sagte Gemeindepräsident Werner Schnider im Juli in der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz». Kritisiert hatten den Anlass dagegen diverse Naturschutzverbände.