Kein neues Quartierschulhaus in Wil

Mit 4'342 zu 2'219 Stimmen lehnte die Wiler Stimmbevölkerung die Quartierschulhaus-Initiative klar ab. Die Initianten forderten den Bau eines zusätzlichen Primarschulhauses im Norden der Stadt. Der Stadtrat war gegen die Initiative, weil er erst die geänderten Rahmenbedingungen prüfen wollte.

Primarschüler

Bildlegende: Dass der Schulraum in der Stadt Wil knapp ist, ist unbestritten. Keystone

Dass es in der Stadt Wil dringend zusätzliche Schulräume braucht, ist unbestritten. Über die Frage wo, scheiden sich die Geister. Die Initiative für den Bau eines Schulhauses im Nordquartier der Stadt wurde nun mit 33,8 zu 66,2 Prozent abgelehnt. Die Stimmbeteiligung lag bei 47 Prozent.

Noch im März 2011 unterbreitete der Wiler Stadtrat dem Parlament eine Vorlage zu einem Schulhaus-Neubau im Norden der Stadt. Kosten: rund 2,5 Millionen Franken. Das Parlament schickte die Vorlage jedoch bachab, da sich die Rahmenbedingungen verändert hatten.

Der Stadtrat unterstützte den Entschluss des Parlaments, da auch er die veränderten Bedingungen genauer prüfen und eine neue Vorlage ausarbeiten wollte. Bei dieser neuen Vorlage sollten die soziale Durchmischung, Flexibilität und Anbindung an bestehende Primarschulen eine Rolle spielen.

Nach dem Nein des Parlaments schloss sich ein überparteiliches Komitee (GLP, SVP und FDP) zusammen und lancierte Ende 2012 die Quartierschulhaus-Initiative. Das Ziel war es, den Bau des Schulhauses im Nordquartier doch noch zu realisieren.