Kein Rekordjahr, aber zufrieden

Die Touristiker in der Ostschweiz sind zufrieden mit der Wintersaison. Das trotz der Eurokrise und eines schlechten Starts in den Winter.

Ein Mann schaufelt Schnee.

Bildlegende: Mitte Oktober war auf dem Säntis das erste Mal Schneeschaufeln angesagt. Keystone

Am Beispiel des Säntis, dem Ostschweizer Hausberg, zeigt sich deutlich: es ist nicht der Euro, welcher den Erfolg des Tourismus bestimmt, sondern es ist vor allem das Wetter. In der Osterwoche mussten die Bergbahnen gleich fünf Tage lang den Betrieb einstellen. «Ich kann mich in meiner 15-jährigen Karriere nicht erinnern, dass das jemals so war», sagt Bruno Vattioni von der Säntisbahn.

Beiz ohne Gäste

Leiden mussten auch die Bergbeizen. Die Osterwoche ist die traditionelle Saisonabschlusszeit für Skifahrer am Säntis und eine der umsatzstärksten Wochen überhaupt. Wegen des schlechten Wetters und der Lawinengefahr waren die Abfahrten aber gesperrt. So bleibt der «Messmer»-Beizerin Monika Hehli nur der schwache Trost, dass «erst im Herbst abgerechnet wird».

Der Euro-Schock lastete Anfang Januar schwer auf den Schultern der Touristiker. Allerdings sehen diese Krise heute viele auch etwas entspannter.

Die Deutschen kämen nach wie vor auf den Säntis, heisst es bei den Verantwortlichen. Der starke Franken habe sich bis heute jedenfalls nicht so negativ ausgewirkt wie befürchtet.