Kein Schneesportzentrum in Wildhaus - vielleicht in Lenzerheide

Wildhaus zieht die Kandidatur für ein Nationales Schneesportzentrum zurück. In einer ersten Beurteilung hatte der Bund die Schneesicherheit in der Region kritisiert. Die Ostschweizer Regierungskonferenz und der Kanton Zürich unterstützen nun die Bewerbung von Lenzerheide.

Landschaftsansicht auf Wildhaus

Bildlegende: Schön gelegen, aber im Tal zu wenig Schnee. Wildhaus zieht seine Kandidatur zurück. Keystone

Toggenburg Tourismus mit den Gemeinden Wildhaus-Alt St. Johann und Nesslau sowie der Kanton St. Gallen hätten die Chancen, vom Bund den Zuschlag zu erhalten, als gering eingestuft, sagt Tourismus-Präsident Max Nadig gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz». In einer ersten Prüfungsrunde hatte die Wildhauser Kandidatur schlecht abgeschnitten.

Man unterstütze nun die Bewerbung Lenzerheide. «Wichtig ist, dass das Schneesportzentrum dereinst in die Ostschweiz kommt», sagt der St. Galler Regierungsrat Stefan Kölliker. Die Erkenntnisse aus dem Bewerbungsdossier sollen in neue Projekte für den Schneesport im Toggenburg fliessen.

Unterstützung erhält die Bündner Bewerbung vor allem durch die Ostschweizer Regierungskonferenz und den Kanton Zürich. Es sei sinnvoll, die Kräfte zu bündeln, heisst es in der Mitteilung der Kantone.

Im letzten Jahr hat der Bund ein Nationales Schneeportzentrum ausgeschrieben. Gedacht ist es als Zentrum für Ski- und Snowboard-Lager und für die Unterstützung des Leistungssports. In welcher Form es realisiert wird, entscheiden Bundesrat und Parlament.