Keine einzige Einsprache gegen Glarner Moschee

In Netstal in der Gemeinde Glarus wird eine Moschee gebaut. Gegen das Projekt, welches Ende Jahr fertig sein soll, gab es keinen Widerstand . Eine gewisse Unsicherheit sei im Volk aber schon zu spüren, sagt der Gemeindepräsident.

Das Glarner Volk sei offen, sagt Gemeindepräsident Christian Marti. Das sei mit ein Grund, weshalb keine Einsprachen gegen das islamische Begegungszentrum eingegangen seien. Es sei allerdings stetige Aufklärungsarbeit der albanisch-islamischen Gemeinschaft nötig, um den Unsicherheiten im Volk zu begegnen.

Irfan Lika von der Gemeinschaft will das auch weiterhin tun. «Wir wollen einen offenen Islam zeigen. Alle sind in unserem neuen Begegungszentrum willkommen.»

Man wolle mit dem Gebäude nicht provozieren und habe deshalb beispielsweise auf eine Kuppel verzichtet, sagt Architekt Nafi Avdili. Die orientalische Anmutung des Gebäudes sei dennoch nötig. Man wolle den Betenden einen würdigen Rahmen bieten.

Die 2,4 Millionen Franken für den Bau kamen durch Spenden und eine Hypothek bei einer Glarner Bank zusammen. Mit Mitgliederbeiträgen, Raummieten und Spenden soll auch der Betrieb sichergestellt sein.