Keine Fusion bei der Glarner Jugendarbeit

Glarus Nord, Glarus und Glarus Süd hätten 450'000 Franken vom Bund erhalten, wenn sie die Jugendarbeit zusammengelegt hätten. Dieses Projekt ist nach zwei Jahren Vorbereitungen gescheitert, Glarus Nord macht nun doch nicht mit. Das Projekt sei zu kompliziert und zu teuer.

Jugendlicher aus Skateboard auf einer Rampe

Bildlegende: Glarner Jugendliche werden weiterhin vor allem durch die Gemeinden betreut. Gaswärch / ZVG

Jugendtreffs und Sozialarbeiter, mit denen die Jugendlichen Probleme besprechen können, gibt es bereits. Das neue Projekt wäre vor allem eine grössere administrative Struktur gewesen. Diese brauche es nicht, meint Glarus Nord.

Man arbeite bereits gut mit den anderen Gemeinden zusammen, sagt Steve Nann, Bereichsleiter Jugend von Glarus Nord. Deshalb sehe die Gemeinde nicht, weshalb sie für das neue Projekt einen Beitrag von 130'000 Franken einsetzen solle.

Absprung in letzter Minute

Glarus Nord springt im letzten Moment ab. Man hoffe trotzdem auf Verständnis, sagt Nann. Vor allem weil man bereits zwei Jahre am gemeinsamen Projekt gearbeitet habe. Aber: «Glarus ist noch gar nicht richtig in das Projekt eingestiegen».Man habe lediglich einen Kredit gesprochen.

Nun sei das Projekt konkret ausgearbeitet und habe sich als zu kompliziert erwiesen, sagt Nann.