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Ostschweiz Keine Fusion zwischen Schwende und Rüte

Fusionieren in Appenzell Innerrhoden braucht Zeit. Der Bezirk Rüte hat aus dem Volk den Auftrag erhalten, mögliche Fusionen mit Appenzell und Schwende zu prüfen. Dies gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Luftbild der Dörfer Steinegg und Weissbad
Legende: Die Dörfer Steinegg (vorne) und Weissbad gehören zum Bezirk Rüte, der gerne fusionieren würde. Keystone

An der diesjährigen Innerrhoder Landsgemeinde wurde ein Fusion von sechs auf zwei Bezirke abgelehnt. Die Bevölkerung von Rüte wollte aber Fusionen mit Appenzell und Schwende geprüft haben.

Man habe intensive Gespräche geführt mit Schwende, sagt der Bezirkshauptmann von Rüte, Hans Breu, gegenüber «Regionaljournal Ostschweiz». Und zwar darüber, ob man eine mögliche Fusion genauer prüfen wolle. Dabei wurde klar, die Haltungen der beiden Gemeinden sind auch bei Fusionen im kleinen Stil unterschiedlich.

Der Bezirksrat Rüte wäre für so eine Prüfung offen gewesen, die Schwendner Behörden hätten aber schnell abgewunken: Man wolle die bisherigen Strukturen beibehalten. Schwende sehe die weitere Zusammenarbeit eher über Kooperationen.

 Fusionen brauchen Zeit

Der Bezirksrat Rüte klopft nun beim zweiten möglichen Partner, bei Appenzell an, um mit ihm Vor- und Nachteile einer Fusion zu prüfen.

Falls Rüte und Appenzell zum Schluss kämen, dass ein Zusammengehen Sinn machen würde, würde Rüte vielleicht nochmals bei Schwende anklopfen. Denn für Hans Breu, Bezirkshauptmann von Rüte, ist klar: Eine Fusion der drei Gemeinden brächte den grössten Nutzen als eine Fusion zwischen zwei Gemeinden.