Keine neuen Alpkäsereien in Glarus Nord

In Glarus Nord werden keine neuen Alpkäsereien gebaut. Dies hat die Gemeindeversammlung gegen den Willen des Parlaments entschieden. Die Versammlung hat einen entsprechenden Kredit über 2,4 Millionen Franken bachabgeschickt. Für den Vater des Referendums, Max Eberle BDP, ein Erfolg.

Senn sticht Kelle in halbfertigen Käse.

Bildlegende: Auf den Alpen in Glarus Nord wird vorläufig keine Käse hergestellt. Keystone

Die geplanten Käsereien im Oberseetal seien viel zu teuer, argumentierten die Gegner des Projekts im Vorfeld der Abstimmung. Den hohen Kosten stehe ein zu kleiner Nutzen gegenüber. Die Gemeindeversammlung hatte diese Bedenken geteilt und den Verpflichtungskredit über 2,4 Millionen Franken abgelehnt.

Auf drei Alpen hätten Käsereien gebaut werden sollen, dass die Milch just vor Ort zu Alpkäse hätte verarbeitet und dadurch besser hätte vermarktet werden können. Das war der Plan des Gemeindeparlamentes, der aber auf Widerstand stiess.

Umbau Werkhof aus Budget gekippt

Für den Vater des Referendums, den Näfelser BDP-Parlamentarier Max Eberle, ist der Beschluss der Gemeindeversammlung ein Erfolg, wie er gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» auf SRF 1 sagt: «Ich bin zufrieden mit diesem Entscheid. Er hat gezeigt, dass der Stimmbürger will, dass man mit den Steuergeldern sinn- und massvoll umgeht.»

900 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger waren an der Gemeindeversammlung dabei. In der Regel seien es zehnmal weniger, sagte Max Eberle. Auch die übrigen Geschäfte sind von der Gemeindeversammlung nicht diskussionslos durchgewunken worden. So ist der Um- und Ausbau des Werkhofs am alten Standort abgelehnt und aus dem Budget gestrichen worden. Der Steuerfuss wurde auf drei und nicht wie vom Parlament vorgeschlagen auf fünf Prozent festgelegt.