Keine Ostschweizer Bundesratskandidaten in Sicht

Nach dem Rücktritt von Bundesrätin Widmer-Schlumpf dreht das Kandidaten-Karussell für ihre Nachfolge. Valable SVP-Kandidaten aus der Ostschweiz haben abgesagt. Aus Graubünden signalisiert SVP-Nationalrat Heinz Brand Interesse.

Bundeshaus

Bildlegende: Es ist wahrscheinlich, dass ein zweiter SVP-Politiker in den Bundesrat einzieht. Keystone

Seit dem Rücktritt des Ausserrhoder Bundesrats Hans-Rudolf Merz ist die Ostschweiz nicht mehr im Bundesrat vertreten. Das dürfte auch nach dem Rücktritt von Bundesrätin Widmer-Schlumpf so bleiben. Die oft genannten Ostschweizer SVP-Politiker wollen nicht in den Bundesrat.

Der Thurgauer Ständerat Roland Eberle, der Thurgauer Unternehmer Peter Spuhler, der St. Galler Nationalrat Roland Rino Büchel und SVP-Präsident Toni Brunner sagten Nein. Auch der Thurgauer SVP-Regierungsrat Jakob Stark, welcher 2011 Interesse am Bundesratsamt zeigte, hat bereits im Vorfeld sein Desinteresse bekannt gegeben.

Für den St. Galler Natonalrat Roland Rino Büchel ist die Herkunft des künftigen Bundesrats auch nicht zentral. «Grundsätzlich müssen wir die besten Leute im Bundesrat haben», sagte er gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz». Er könne jedoch nachvollziehen, dass ein Ostschweizer Bundesrat gewünscht werde, da dieser Teil der Schweiz ansonsten nicht mehr vertreten sei.