Kinderdorf Pestalozzi will Flüchtlinge aufnehmen

Die Flüchtlingsunterkünfte in der Ostschweiz füllen sich. Die Kantone und Gemeinden suchen nach zusätzlichen Plätzen. Nun will sich das Kinderdorf Pestalozzi im Ausserrhodischen Trogen engagieren.

Zwei Jungen auf einer Schaukel

Bildlegende: Ob und wann Flüchtlingskinder in Trogen spielen werden, ist zur Zeit noch unklar. Keystone

Das Kinderdorf Pestalozzi wurde im Zweiten Weltkrieg gegründet. Waisenkinder aus Kriegsländern fanden dort Unterschlupf. Das ist vorbei. Erst vor zwei Jahren wurde die Wohngruppe geschlossen. Das Kinderdorf engagiert sich nun bei anderen Projekten, zum Beispiel beim Kulturaustausch oder mit Hilfe vor Ort.

Weil nun aber viele Flüchtlinge in die Schweiz kommen, wolle sich das Kinderdorf auch in diesem Bereich wieder engagieren, sagt Mediensprecher Remo Schläpfer. Das Kinderdorf habe Kontakt mit den zuständigen Stellen beim Kanton aufgenommen. Ob und wann Kinder im Kinderdorf einziehen, hänge aber auch vom Bedarf ab.

Das Kinderdorf Pestalozzi will auch im Ausland helfen. Man prüfe, die Angebote auszubauen und vermehrt Hilfe vor Ort zu leisten.