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Kinderfest St. Gallen Das Fest kann beginnen

Nach langem Warten ist es soweit: Das St. Galler Kinderfest findet am Mittwoch, 20. Juni, statt. Das hat die Stadt am Montag bekannt gegeben. Die Bedingungen seien ideal, heisst es in der Mitteilung.

Städtisches Volksfest

Das St.Galler Kinderfest ist ein städtisches Volksfest. Rund 5500 Schulkinder der städtischen Schulhäuser ziehen in festlichen Gewändern in einem Umzug durch die Stadt zum Kinderfestplatz, um dort verschiedene Darbietungen aufzuführen. Auf der grossen Wiese auf dem Rosenberg hoch über der Stadt versammeln sich jeweils mehr als 30'000 Personen.

Aus Anlass des 500-Jahr-Jubiläums der Reformation würdigt die Stadt St.Gallen Vadian, den Stadtreformator, auch am traditionsreichen St.Galler Kinderfest. Das Motto «Fadian» knüpft den Faden als Symbol für die Textilindustrie mit dem Stadtvater und Reformator Vadian. Von diesem Leit-«Faden» lassen sich die teilnehmenden Schulklassen für den Umzug und die Darbietungen auf den Festbühnen inspirieren.

Langjährige Tradition

Das Kinderfest findet seit 1824 statt. Es ging aus verschiedenen noch älteren Festbräuchen hervor, etwa einem Gregorius- und einem Rutenfest. Bis 1909 nahmen auch Kadetten und Artillerie am Umzug teil. Daran erinnern heute noch die morgendlichen Böllerschüsse aus einer alten Kanone.
Die Blüte der St. Galler Textil- und Stickerei-Industrie Mitte des 19. Jahrhunderts widerspiegelte sich am Kinderfest in farbenfrohen und edlen Kleidern; Schulkinder und Zuschauer trugen die neusten Modekreationen.
Mit dem Ersten Weltkrieg ging diese Blüte abrupt zu Ende. Das Kinderfest ruhte bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Danach wurde die Tradition in modernisierter Form wieder aufgenommen. Seit den 1970-er Jahren findet das Fest alle drei Jahre statt.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    schön das dieses alte Fest noch lebt. Hoffentlich machen die Grossverteiler jetz mit und schliessen ihre Geschäfte. Alleine schon die Idee die Läden zu öffnen zeugt von Egoismus, Respektlosigkeit der Stadt und der Geschichte gegenüber und vom puren Kapitalismus.
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    Endlich kann es kommen das schöne Fest. Ich hoffe bloss, das die Grossverteiler jetzt doch mitmachen und ihre Geschäfte geschlossen lassen und so den Rest von Anstand gegenüber der Stadt, den Kindern, der Bevölkerung und der Geschichte zeigen. Ansonsten hoffe ich, die Stadt ist mutig genug, drakonische Strafen zu verhängen. Nicht 50’000.- sondern wirklich richtig schmerzhafte Summen.
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