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Ostschweiz Kindertagesstätten stellen weniger Praktikantinnen ein

Der Verband Kita Netzwerk Ost will, dass die Kindertagesstätten die Lehrlinge direkt nach der Oberstufe einstellen. Die Kindertagesstätten folgen dem Wunsch, sind aber nach wie vor vom Praktikumsjahr überzeugt.

Kleine Kinder spielen am Boden.
Legende: Kinder in Kindertagesstätten werden heute auch von Praktikantinnen betreut. Keystone

Seit 2006 können Kinderbetreuerinnen direkt nach der Oberstufe die Lehre anfangen. Vorher war dies erst mit 18 möglich, zwei Praktikumsjahre waren normal. Auch heute noch ist in vielen Kindertagesstätten ein Praktikumsjahr Bedingung für eine Lehrstelle. Die Tagestätten stellen jedoch weniger Praktikantinnen ein, um eine Konkurrenzsituation unter den Praktikantinnen zu vermeiden.

Zum Beispiel die Kindertagesstätte Wunderland in Montlingen: Im Sommer wird nur noch eine Praktikantin eingestellt anstatt zwei wie bisher. Auch im Kinderhaus Cavallino gibt es neu weniger Praktikantinnen. Ganz auf Praktikantinnen verzichten wollen die Tagesstätten aber nicht: Es gehe nicht darum, billige Arbeitskräfte einzustellen, sondern die Eignung für den Beruf abzuklären.

Dies helfe auch den Jugendlichen, sagt Jörg Krummenacher von der Kindertagesstätte in Waldkirch. Die Praktikantin merke während des Jahres selber, ob sie für den Beruf geeignet sei oder nicht. Der Verband will trotzdem weiterhin dafür werben, die Lehrlinge direkt nach der Oberstufe einzustellen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Philipp Pan, St. Gallen
    Weshalb wird in diesem Artikel für die Angestellten ausschliesslich die weibliche Form verwendet? Klar, eine grosse Mehrheit der Kinderbetreuerinnen und Kinderbetreuer ist weiblich. Trotzdem gibt es auch zahlreiche männliche Betreuer. Diese werden hier einfach unterschlagen. Viele Kitas versuchen vermehrt auch männliche Betreuer zu rekrutieren. Nur wenn der Beruf nicht mehr als reine Frauendomäne wahrgenommen wird, können die Kitas damit Erfolg haben! Solche Artikel behindern diese Entwicklung.
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