Klanghaus hat erste Hürde zu bestehen

Mit der Auflage der Rahmen-Pläne kann sich die lokale Bevölkerung ein Bild machen über die geplante Umteilung des Areals von der Kurzone in die Zone für öffentliche Bauten, die Verlegung der öffentlichen Parkplätze beim Schwendisee, die Umlegung der Schwendistrasse oder die Einbettung in die Natur

Es sei durchaus ein Test für das Klanghaus, meinte der St. Galler Baudirektor Willi Haag an einer Orientierung in Wildhaus: «Gegen den Willen der Bevölkerung baut der Kanton hier nichts.» Bis zum Ablauf der Auflagefrist besteht die Möglichkeit für Einsprachen.

Die Behörden informierten am Montag in Wildhaus über den Gestaltungsplan, den Teilzonenplan, den Teilstrassenplan und die Anpassung der Schutzverordnung als Voraussetzungen für das Klanghaus.

Das Areal befindet sich zum Teil im Landschafts- und Naturschutzgebiet. Um das Y-förmige Gebäude besser in die Umgebung einzubetten, wurde es leicht nach Norden versetzt. Dadurch wird die Uferschutzzone am Schwendisee etwas grösser. Die Naturschutzverbände hätten sich positiv zum Projekt geäussert, so Haag.

Das Klanghaus kostet voraussichtlich 25 Millionen Franken. Davon sollen fünf Millionen durch Dritte beigesteuert werden. Man habe mit viele Stiftungen Gespräche geführt und sei guten Mutes, die nötigen Zusagen zu bekommen, sagt Regierungsrat Martin Klöti, als Vorsteher des Departements des Innern zuständig für die Kultur. «Man wartet darauf, dass das Projekt ins Parlament kommt», so Klöti, «niemand gibt mir Geld für eine Vision, für ein konkretes Vorhaben dagegen schon.»

Läuft alles nach Plan, soll die Bauvorlage 2015 ins Parlament kommen, 2016 ist die Abstimmung geplant. 2020 würde das Klanghaus eröffnet.