Kolese scheitert erneut mit Wohnprojekt

Seit Jahren sucht die Stiftung Kolese nach einem Standort für ein alternatives Wohn- und Arbeitsprojekt in der Ostschweiz. Nach Bischofszell und Mogelsberg ist die Stiftung nun auch im Zürcher Oberland gescheitert.

Sternenberg

Bildlegende: Sternenberg will die Stiftung Kolese nicht. Keystone

Ein Altersheim, eine Schule, ein Bio-Bauernhof: Kolese will ein nachhaltiges Wirtschaftsprojekt starten. In Bischofszell war der Widerstand gegen das Projekt derart gross, dass der Stadtrat schliesslich entschied, der Stiftung kein Land zu verkaufen. Von einem Dorf im Dorf war die Rede.

Nachdem Kolese auch in Mogelsberg im Kanton St. Gallen das Projekt nicht verwirklichen konnte, ist es nun auch in Sternenberg im Zürcher Oberland vom Tisch: Kolese habe sich vom Bieterprozess für ein Grundstück zurückgezogen, sagt Stiftungsrat Raffael Wüthrich gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF. Es sei zu teuer geworden, so Wüthrich.

Die Stiftung sei aber nach wie vor überzeugt, in der Ostschweiz ein passendes Grundstück zu finden. Dieses muss rund 100 Hektaren gross sein. Die Stiftung will über 100 Millionen Franken in Gebäude investieren.