Konzession für neues Wasserkraftwerk in Walenstadt

Das St. Galler Baudepartement hat die nötigen Bewilligungen für ein Kleinwasserkraftwerk oberhalb von Walenstadt erteilt, darunter auch die Rodungsbewilligung. Eine Einsprache gegen das Projekt wurde abgewiesen und kann noch weitergezogen werden.

Wasserfall oberhalb von Walensee

Bildlegende: Der Wasserfall in der Nähe des geplanten Kraftwerks wird vom Projekt nicht tangiert. zvg

Das geplante Kleinkraftwasserwerk am Berschnerbach oberhalb von Walenstadt hat eine Leistung von 3,1 Megawatt. Dies deckt fast die Hälfte des Energiebedarfs von Walenstadt. Das geplante Kraftwerk nutzt eine Gefällstufe von 416 Metern zwischen 1087 und 671 Meter über Meer. Der rund 47 Meter hohe Wassserfall werde aber nicht beeinflusst, schreibt das Baudepartement in seiner Mitteilung.

Die Investitionskosten sollen rund 17 Millionen Franken betragen. Die Anlage ist weitgehend unterirdisch und soll ins Gebiet "Speer-Churfirsten-Alvier" zu liegen kommen. Die Wasserrechtskonzession wurde für 80 Jahre erteilt.

Gegen das Projekt gingen fünf Einsrachen von Unweltverbänden ein. Vier wurden durch Vereinbarung zurückgezogen. Eine wurde abgwiesen. Ob die betroffene Umweltschutzorganisation gegen den Entscheid bei der Regierung rekurriert, ist laut Kanton noch offen.