Kopftuchdebatte: Politisches Nachspiel in Au-Heerbrugg

Die SVP Au-Heerbrugg ergreift das Referendum. Sie will einen Entscheid des Schulrats umstossen. Dieser gestattet zwei Mädchen aus Somalia im Unterricht ein Kopftuch zu tragen.

Eine Frau mit Kopftuch hängt eine Notiz an die Wand.

Bildlegende: In Au-Heerbrugg soll das Volk über das Kopftuchtragen in der Schule entscheiden. Keystone

Die Kopftuch-Debatte innerhalb der Primarschule Au-Heerbrugg hat ein politisches Nachspiel. Rückmeldungen aus der Bevölkerung deutet die SVP als klares Zeichen. Sie will einen Volksentscheid herbeiführen, wie Parteipräsident Hansruedi Köppel gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1 bestätigte. Für das Referendum sind 400 Unterschriften notwendig.

Schulbehörde krebst zurück

Zwei Mädchen aus Somalia - sie leben als Flüchtlinge in der Schweiz - dürfen in der Schule ein Kopftuch tragen. Das hat der Schulrat Au-Heerbrugg entschieden. Er will die Schulordnung, die das Kopftuchtragen bislang untersagte, abändern. Die Aufgabe der Schule sei, die beiden Mädchen zu integrieren. Da sei ein Kopftuchverbot nicht zielführend, begründete Schulratspräsident Walter Portmann den Entscheid vor Wochenfrist. Die beiden Mädchen besuchen seit den Frühlingsferien den Unterricht. Als sie mit Kopftuch in der Schule erschienen, schickte sie der Klassenlehrer nach Hause.

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