Zum Inhalt springen

Ostschweiz Kopftuchdebatte: Politisches Nachspiel in Au-Heerbrugg

Die SVP Au-Heerbrugg ergreift das Referendum. Sie will einen Entscheid des Schulrats umstossen. Dieser gestattet zwei Mädchen aus Somalia im Unterricht ein Kopftuch zu tragen.

Eine Frau mit Kopftuch hängt eine Notiz an die Wand.
Legende: In Au-Heerbrugg soll das Volk über das Kopftuchtragen in der Schule entscheiden. Keystone

Die Kopftuch-Debatte innerhalb der Primarschule Au-Heerbrugg hat ein politisches Nachspiel. Rückmeldungen aus der Bevölkerung deutet die SVP als klares Zeichen. Sie will einen Volksentscheid herbeiführen, wie Parteipräsident Hansruedi Köppel gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1 bestätigte. Für das Referendum sind 400 Unterschriften notwendig.

Schulbehörde krebst zurück

Zwei Mädchen aus Somalia - sie leben als Flüchtlinge in der Schweiz - dürfen in der Schule ein Kopftuch tragen. Das hat der Schulrat Au-Heerbrugg entschieden. Er will die Schulordnung, die das Kopftuchtragen bislang untersagte, abändern. Die Aufgabe der Schule sei, die beiden Mädchen zu integrieren. Da sei ein Kopftuchverbot nicht zielführend, begründete Schulratspräsident Walter Portmann den Entscheid vor Wochenfrist. Die beiden Mädchen besuchen seit den Frühlingsferien den Unterricht. Als sie mit Kopftuch in der Schule erschienen, schickte sie der Klassenlehrer nach Hause.

33 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Werner Wyssmann, Derendingen
    "Politisches Kapital geschlagen" wurde anfänglich NICHT von der SVP geschlagen, Herr Kollega Keller, sondern von jenen, die diese Bagatelle flächendeckend übers Fernsehen in die Welt hinaus posaunten, von wem auch immer. Dies waren die ersten Laferis und Wutbürger, wie Sie so schön nachgenannte Mitblogger betiteln. Dass die SVP Au-Heerbrugg daraus nunmehr ein Thema macht, ist ihr gutes Recht. Wer Wind bläst, wird Sturm ernten!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Philip Balsiger, Seedorf
    Kopftuch im unterricht gehört genauso verboten wie jegliche sonstige kopfbedeckungen im unterricht verboten sind. Ob mütze hut oder kopftuch es ist das gleiche ich hatte auch ein cap mit einem zeichen drauf das mir viel bedeutet hat und ind ich hab es getragen um den leuten zu zeigen das dass mein lebensstil ist und trotzdem durfte ich es im unterricht nicht tragen. Das haut auch gar nichts mit religionsfreiheit zu tun und wenn ihr schon damit kommt dann dürfen Rastas jetzt kiffen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Schmid, Küblis 7240
    Herr Portmann ist mir sehr aufgestossen. Es darf gesagt werden, eine Frechheit gegennüber uns Schweizern. An verschiedenen Orten musste das Kreuz der Christen abgehängt werden. Nun diese Revoluzer, Sie haben es erzwungen den Entscheid des Lehrers rückgängig zu machen. Der Katolik, namens Portman Walter hat es fertig gebracht dem Druck der Muslime nachzugeben, seine eigenen Brüder und Schwestern unserer Landeskirche auszuhebeln. Dieser Mann gehört des Amtes enthoben zu werden.??
    Ablehnen den Kommentar ablehnen