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Tiere im Zirkus Kritik an Raubtiernummer im neuen Programm des Circus Royal

Fünf bengalische Tiger treten in diesem Jahr im Programm des Circus Royal auf. Für den Zirkus ist das eine Frage der Kultur, der Tradition und der Arterhaltung. Der Schweizer Tierschutz dagegen fordert ein Verbot für bestimmte Tiere im Zirkus.

Zirkuszelt
Legende: Für seine Raubtiernummern erntet der Circus Royal immer wieder Kritik. Keystone

Sicht des Circus Royal:

  • Vorführungen mit exotischen Tieren haben im Circus Royal und auch in unserer Kultur lange Tradition.
  • Die Raubtiernummer gehöre zum Gesamtpaket und sei nicht eine spezielle Marketingstrategie.
  • Alle Tiere würden tiergerecht gehalten, was regelmässig von Veterinären überprüft werde.
  • Bedrohte Tierarten, wie beispielsweise die bengalischen Tiger, würden auch dank der Zirkusse erhalten.

Sicht des Schweizer Tierschutzes:

  • Kleinere Zirkusse hätten immer weniger Zuschauer und nutzten exotische Tiere als Marketingstrategie.
  • Dass minimale Anforderungen bei der Haltung eingehalten werde, bedeute noch keine tiergerechte Haltung.
  • Zuchtprogramme in Zirkussen seien häufig mangelhaft und die Tiere kaum für eine Auswilderung geeignet.
  • Der Schweizer Tierschutz unterstützt eine Motion im Nationalrat, die eine schwarze Liste für Zirkustiere fordert.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Raubtiere werden zu artwidrigen und entwürdigenden Verhaltensweisen im Zirkus gezwungen. Demonstriert wird dabei in erster Linie die Machtposition des Menschen über wilde Tiere. Die betroffenen Tiere, die werden erniedrigt und instrumentalisiert. Die Tiere fristen ein Leben in Gefangenschaft.Das allein zeigt schon, dass ein Käfig kein angemessener Lebensraum sein kann.Das unnötige Leid, das den Tieren durch Haltung, Transport und Dressur angetan wird, muss verboten werden.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Viele Menschen gehen in den Zirkus, weil sie Tiere lieben. Aber: Tiere leben in der Natur völlig anders. Lärm ist für ihre empfindlichen Ohren eine Qual und zusammen mit der Menschenmasse und den ständigen Transporten ein grosser Stress. Im Zirkus gibt es keine Bäume und Felsen zum Klettern, keine Wiese zum Losrennen und keinen See zum Baden. Tiere sind keine Unterhaltungsobjekte! Das Eingesperrt sein auch für Tiger ist Tierquälerei. Tierliebhaber besuchen keine Zirkusse mit Raubtieren!!
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Nie mehr Raubtiere im Zirkus. In 19 europäischen Ländern sind Wildtiere in Zirkussen bereits verboten. Es wäre also nur naheliegend, dass Schweizer Zirkusunternehmen ebenfalls darauf verzichten, solche Tiere zur Schau zu stellen. Doch das lässt sich offenbar nicht mit den "ethischen Idealen" der Zirkusse Gasser-Olympia und Royal vereinbaren. Sie haben im November angekündigt, wieder Grosskatzen in die Manege zu bringen. Diese Zirkusse boykottieren, dann hört es auf.
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