Kritik wegen Rückstufung der Umfahrung Uznach

Das St. Galler Strassenbauprogramm 2014-2018 ist schon heute vom Rotstift geprägt. Im Linthgebiet regt sich nun Widerstand gegen den Entscheid, die Umfahrung von Uznach zurückzustufen.

Eine Luftaufnahme der St. Galler Gemeinde Uznach

Bildlegende: Die Umfahrung Uznach steht nicht an erster Stelle, da der Kanton widersprüchliche Signale erhält. Keystone

Gegen 10 Millionen Franken verliert das St. Galler Baudepartement jährlich, weil es die Überschüsse des Strassenverkehrsamts in Folge eines Sparbeschlusses aus dem Jahr 2012 neu nicht mehr in Bauprojekte, sondern in den allgemeinen Staatshaushalt fliessen lassen muss. Entsprechend kürzer ist die Liste der anstehenden Bauvorhaben ausgefallen.

An erster Stelle stehen die beiden Umfahrungsstrassen Bütschwil und die zweite Etappe Wattwil. Dazu kommt die Brücke Pfäfers-Valens, mit deren Bau vor kurzem begonnen wurde.

Ebenfalls prioritär sollen der Autobahnzubringer Rorschach, die Verkehrsentlastung Bad Ragaz sowie zwei Netzergänzungen in Wil (Grünaustrasse und Netzergänzung Nord) behandelt werden.

Widerstand im Kantonsrat angekündigt

Erst in zweiter Priorität findet sich die umstrittene Umfahrung von Uznach im Linthgebiet. Laut Baudepartement sei hier das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht optimal.

Gegen diese Bewertung wollen sich verschiedene Kantonsräte aus dem Linthgebiet wehren: Beat Jud von der CVP (Schmerikon) will für die Umfahrung kämpfen und Marianne Steiner von der SVP (Kaltbrunn) kündigt bereits einen Vorstoss an.