Kühe können nicht auf die Weide, weil es zu nass ist

Das Wetter macht den Bauern zunehmend zu schaffen. Die Kühe können nicht auf die nassen Weiden, da sie das Gras zertrampeln und den weichen Boden beschädigen würden. Auch Mähen ist zur Zeit für viele nicht möglich. Und: Je länger das Gras steht, desto schlechter wird die Qualität des Futters.

Kühe blicken über einen Zaun.

Bildlegende: Die Kühe dürfen nicht auf die Weide. Keystone

Der Boden ist so durchweicht, dass die Kühe mit ihrem grossen Gewicht Schäden auf den Wiesen anrichten würden. Deshalb müssen viele Bauern ihre Tiere im Stall füttern. Das Futter kostet und ist qualitativ schlechter, wodurch die Kühe weniger Milch geben.

Zudem beginnt das Gras auf den Wiesen zu faulen. Es steht hoch und dicht, wurde von Regen und Wind nach unten gedrückt und bekommt nun am Boden zu wenig Luft. Je länger es auf der Wiese bleibt, desto schlechter wird die Qualität.

Wenn das Wetter besser wird, könnte es über den Sommer bei weiteren Ernten doch noch gute Erträge geben. Trotzdem: «Wenn der erste Schnitt nicht in guter Qualität eingebracht werden kann, dann hat das Auswirkungen auf die Qualität des gesamten Futters.», erklärt Markus Hobi, der Leiter des landwirtschaftlichen Zentrums St. Gallen. Denn der erste Schnitt beim Mähen sei der ertragreichste.