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Kulturzentrum Arbon Urban, historisch, dreckig, modern

Vorgeschichte: Die Saurer AG in Arbon war einst der bedeutendste Schweizer Hersteller von Lastwagen, aber auch von Auto- und Trolleybussen sowie Militärfahrzeugen. Saurer beschäftigte tausende Menschen. 1983 musste der Lastwagenbauer schliesslich vor der Konkurrenz aus Deutschland und Italien kapitulieren. Erst 2005 gab es in Arbon wieder Aufwind im Areal durch den damaligen Stadtammann Martin Klöti. Das 20 Hektar Gelände direkt am Bahnhof und am Bodenseeufer soll sich im Laufe der nächsten zehn Jahre zu einem urbanen Stadtquartier entwickeln.

Projekt: Aus dem ehemaligen Saurer-Presswerk, wo eins Kotflügel von Lastwagen produziert wurden, ist ein Kulturzentrum geworden. Vermieterin ist die Kulturzentrum Presswerk AG. Rund sieben Millionen Franken kostet das Projekt. Der Grossteil kam durch Darlehen, Aktien und Krediten zusammen. Noch fehlt eine Million für den Endausbau der Halle. Im Kopfbau ist die Musikschule Arbon eingemietet, in der Halle nebenan sollen Konzerte stattfinden. Die Musikschule Arbon hat den Innenausbau selbst finanziert. Er kostete rund 1,5 Millionen Franken.

Programm: In der angebauten Halle soll es jährlich zwischen acht und zwölf Konzerte geben. Zielpublikum ist Arbon und Umgebung. Rock, Pop, Indie-Rock oder auch Comedians sollen eine Bühne erhalten. Zudem will die Musikschule die Halle für Konzerte und Aufführungen nutzen, aber auch andere Vereine können die Halle mieten.