«Kunst ist ein Bedürfnis der Menschen»

Bei Neubauten investieren die Kantone einen Teil der Bausumme in Kunst. Allerdings sind die Beträge unterschiedlich.

zwei Figuren des Bildhauers Hans Josephson.

Bildlegende: In der Eingangshalle der St. Galler Fachhochschule stehen zwei Figuren des Bildhauers Hans Josephsohn. FHS St. Gallen

Der Kanton St. Gallen realisiert mit der Sanierung und Erweiterung der Kantonsspitäler ein Grossprojekt. Knapp eine Milliarde Franken sind dafür vorgesehen. Bis zu einem Prozent davon wird für Kunst am Bau ausgegeben. «Kunst ist ein Bedürfnis der Menschen», ist Kantonsbaumeister Werner Binotto überzeugt. Und gerade bei den Sanierungen der Spitäler wolle man diesem Bedürfnis Rechnung tragen, indem auch regionale Kunstschaffende bei der Auftragsvergabe berücksichtigt würden.

Für die Branche sind solche Gelegenheiten denn auch sehr wichtig. «Architektur und Kunst gehören zusammen», erklärt Christoph Doswald vom Branchenverband Visarte. Dass die öffentliche Hand für Kunst Geld ausgebe, sei ein wichtiger Bestandteil der künstlerischen Arbeit in der Schweiz.

  • Der Kanton St. Gallen investiert 0,25 bis 0,9 Prozent der Bausumme in Kunst.
  • Graubünden hat keine fixe Regel. Das Hochbauamt spricht von einem «angemessenen Beitrag», dies entspreche etwa 0,5 bis ein Prozent der Bausumme.
  • Im Thurgau gilt: Ein Prozent der Bausumme bei Investitionen von mehr als drei Millionen Franken.