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Ostschweiz «La Thurgovie joue la provocation»

Der Thurgauer Entscheid zum Frühfranzösisch füllt die Kommentarspalten der Westschweizer Zeitungen. «La Tribune de Genève» zum Beispiel findet, dass der Entscheid den nationalen Zusammenhalt gefährde. Nun müsse der Bundesrat einschreiten.

Ein Zeitungsständer
Legende: Die Kommentare der Zeitungen fallen unterschiedlich aus. Keystone

«La Tribune de Genève» fordert, dass der Bundesrat «un point final» hinter die Debatte um das Frühfranzösisch setzt. Dies auf alle Fälle wäre mutig, so die Kommentatorin der Zeitung.

Die Zeitung «24 heures» sieht im Thurgauer Entscheid kein direkter Angriff auf die Romandie. Trotzdem aber sei es gefährlich, wenn man auf Landessprachen verzichte. Diese seien schliesslich «le ciment», also der Zement oder der Kitt, welcher unser Land zusammen halte.

In eine andere Richtung geht der Kommentar in der Zeitung «Le Temps». Den nationalen Zusammenhalt gefährden - «certainement pas», so der Kommentator. Das eigentliche Problem sieht er viel mehr darin, dass die Romands selbst zu wenig gut Deutsch könnten: «Un problème des langues en Suisse? S'il existe, il est romands», schreibt der Autor in seinem Kommentar für die Zeitung «Le Temps».

4 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Janthiang (Bruno Janthiang)
    «24 heures» schreibt, dass es gefährlich ist, wenn man auf Landessprachen verzichtet. Wird den Romans denn in der Schule auch Italienisch und Rätoromanisch beigebracht? Oder geht es nur wieder um die französisch sprachige Schweiz. Alles andere ist denen ja egal. In der Welt kommt man heutzutage mit Englisch durch, also sollte die genaue Schweiz als 2. Sprache zuerst mal englisch lernen.
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  • Kommentar von Heinz Hugentobler (hevrins)
    Waber: mit dem ersten Teil bin ich einverstanden, nicht jedoch mit dem zweiten Teil. Wenn ich als Deutschweizer von Ermatingen nach, z.B. Moudon VD, fahre und dort mit Einheimischen diskutieren will, ja in Englisch oder doch eher in Französisch? Also mit gesundem MV französisch. Umgekehrt ein Romand dasselbe, eher in deutscher Sprache. Allerdings ist es für Romands schwieriger, da nicht jeder unsere verschiedenen Dialekte versteht, Deutsch Schulsprache = Schriftsprache. Da liegt der Unterschied.
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  • Kommentar von Bernhard Lüthi (Bernhard)
    Ich begrüsse den Entscheid, nur eine Fremdsprache in der Primarschule zu unterrichten. Ob es nun Französisch oder Englisch ist, das ist für mich eine andere Frage. Als Schweizer würde ich klar Französisch bevorzugen. Unbegreiflich finde ich aber diese ganze Hysterie um dieses Thema, bleibt doch die Anzahl Lektionen an Fremdsprachen gleich, sie werden einfach später in der Oberstufe im Stundenplan erscheinen. Darum, cool down, oder besser, laisser refroidir.
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