Länger Arbeiten: Arboner Stadtpersonal wehrt sich

Der Arboner Stadtrat will, dass das Stadtpersonal eine Stunde pro Woche länger arbeitet. Dies passt der Personalkommission des Arboner Stadtpersonals und der Gewerkschaft aber nicht. Sie wehren sich gegen die vorgeschlagene Erhöhung.

Stadt Arbon

Bildlegende: In der Stadt Arbon soll das Stadtpersonal ab 2017 länger arbeiten. zvg

Der Stadtrat will ab 2017 in der Woche eine Stunde länger arbeiten lassen, 42 statt 41 Stunden. Er schlägt eine gleichzeitige Lohnerhöhung um 1,5 Prozent vor. Damit würde die zusätzliche Arbeitszeit teilweise ausgeglichen.

Der Stadtrat argumentiert in seiner Botschaft damit, dass auch in Frauenfeld, Weinfelden, Kreuzlingen, Romanshorn und Amriswil sowie beim Kanton Thurgau die Angestellten 42 oder 42,5 Stunden arbeiteten. Zudem sollen Ferien- und Überzeitguthaben abgebaut werden.

Stadtparlament entscheidet 2016

Anfang 2015 hatten sich die Mitarbeitenden deutlich gegen eine höhere Arbeitszeit ausgesprochen. Eine ordentliche Vernehmlassung habe nicht stattgefunden.

2002 hatte Arbon die Arbeitszeit des Stadtpersonals um eine Stunde gesenkt. Damals wurde die Arbeitszeit an die der Industriebetriebe angepasst. Damit seien nicht gewährte Lohnerhöhungen ausgeglichen worden, heisst es in einer Mitteilung.