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Ostschweiz Länger arbeiten bei Stadler Rail

Im Kampf gegen die Auswirkungen des starken Frankens prüft der Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail, die Wochenarbeitszeit um zwei Stunden anzuheben. Von einer Lohnkürzung hält Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler dagegen nichts.

Montagehalle der Stadler Rail Group in Bussnang
Legende: Gleich viel im Portemonnaie aber etwas länger in der Montagehalle: Überlegungen bei Stadler Rail Keystone

«Die Löhne soll man jetzt nicht antasten. Das schlägt auf die Stimmung im Betrieb», sagte Spuhler in einem Interview mit der «SonntagsZeitung».

Auch volkswirtschaftlich gesehen sei es ein Fehler, jetzt die Kaufkraft zu reduzieren.

Eine intelligentere Lösung ist seiner Ansicht nach, die Wochenarbeitszeit anzuheben. Die Angestellten würden diesen Schritt auch mittragen, «wenn es eine temporäre Massnahme bleibt», sagte Spuhler.

Zusätzliche Bundesgelder für Kurzarbeit würden zwar nicht unmittelbar helfen. In den letzten Krisen sei es aber «sehr sinnvoll» gewesen, weil etwa hochqualifizierte Mitarbeiter gehalten werden könnten und somit Know-how im Betrieb bleibe. Weiter würde er es begrüssen, «wenn der Staat für tiefere Kosten sorgen würde», sagte Spuhler. Tiefere Steuern und Abgaben sowie die Vereinfachung von Verwaltungsprozessen würden die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.

3 Kommentare

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  • Kommentar von M . Kaiser, Rebstein
    Herr Spuler , beteiligen Sie doch bitte Ihre Mitarbeiter durch Aktienanteile an Ihrer Firma , dann arbeiten die sogar kostenlos , ohne Bürokratie einfach im Stillen - somit haben alle etwas von Gewinn und zusammen seid ihr stark - aber kostenlos mehr Arbeit fordern ist doch etwas zu einseitig , denken Sie nicht auch ? Dort wo ich tätig bin , machen wir das schon seit Jahren so und es geht allen gut .
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    1. Antwort von A. Specker, Zürich
      Herr Kaiser, das mag bei einigen MA zwar funktionieren, aber viele würden gerne Geld haben anstatt Papier. Aktien bleiben ein Risiko für die MA, da sie automatisch Spekulationen ausgesetzt sind. Unter dem Strich käme es aber auf das gleiche heraus, wenn eine Firma ihre Aktienreserven veräussert und so das Geld für die Löhne fakturiert. Aber das alles macht den Betrieb nicht effizienter, was ja gebraucht wird.
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  • Kommentar von Ch. Gerber, Basel
    Eine gute sache. Da die Stadler Rail gute Löhne zahlt wird es den meisten Mitarbeiter egal sein, 2h mehr zu Arbeiten. Und ja, eine Lohn reduktion wirkt sich direkt auf die Mentale Moral und entsprechend auf die Qualität der Arbeit aus, dass ist Garantiert.
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