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Ostschweiz Lehrplan 21: Gut, aber zu ehrgeizig

Bei den Ostschweizer Kantonen kommt der Lehrplan 21 grundsätzlich gut an. Allerdings seien die Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler in einzelnen Bereichen zu hoch. Der Entwurf müsse deshalb noch einmal überarbeitet werden. Die Änderungswünsche sind aber von Kanton zu Kanton unterschiedlich.

Ein Mädchen und ein Junge beim Kopfrechnen
Legende: Verlangt der Lehrplan 21 zu viel von den Schülern? Die Ostschweizer Kantone befürchten es. Keystone

Der Lehrplan 21 harmonisiert die Ziele der Volksschule in den 21 deutschsprachigen Kantonen. Festgelegt werden Inhalte und Kompetenzen für den Unterricht in Kindergarten und Schule.

Gelobt wird seitens der Kantone insbesondere diese Kompetenzorientierung. Die Schüler sollen also nicht nur Wissen speichern, sondern das Gelernte auch anwenden können.

Die Kantone St. Gallen und Thurgau bringen insbesondere in den Bereichen «Berufliche Orientierung» und «ICT und Medien» (Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien) Kritik an.

Die Thurgauer Regierung bezeichnet die Zeitgefässe und teilweise auch die Inhalte dieser Bereiche als «klärungsbedürftig». Der Kanton St. Gallen fordert gar, dass die beiden Bereiche gestärkt werden.

Bis Ende Jahr haben die Kantone nun noch Zeit, ihre Antworten zuhanden der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz einzureichen. Die Verabschiedung der definitiven Version des Lehrplans 21 ist für Herbst 2014 vorgesehen.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Walter Schwarb, Ueken
    Nur wer den gesunden Menschenverstand verloren hat, kann so einen Lehrplan gut finden. Man verbessert die Welt der SchülerInnen nicht, indem man sie verkompliziert und pro Kind noch mehr Papier, Formulare, Besprechungen, Therapien, Bewertungen usw als jetzt schon benötigt. Dieser Lehrplan kann nur von Theoretikern und Bürokraten in klimatisierten Büros kommen, ganz sicher nicht von Leuten, die täglich an der Basis arbeiten. Diese dürfen es dann nur ausbaden.
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