«Lektiönlä» gehört der Vergangenheit an

St. Galler Mittel- und Berufsschullehrer erhalten einen neuen Berufsauftrag. Künftig wird die Arbeitszeit nicht mehr über die Lektionenzahl definiert, sondern über die Jahresarbeitszeit.

Ein Lehrer vor einer Wandtafel.

Bildlegende: Die neuen Berufsaufträge sollen bereits auf das Schuljahr 2015/2016 in Kraft gesetzt werden. Keystone

Die Tätigkeit der Lehrpersonen wird neu in drei Arbeitsfelder unterteilt: «Kernauftrag Unterricht», «erweiterter Berufsauftrag» und «besondere Aufträge», was beispielsweise die Funktion einer Klassenlehrperson sein kann.

Bisher wird die Arbeit der Lehrpersonen auf der Sekundarstufe II in Lektionen definiert. Analog zum Berufsauftrag der Volksschul-Lehrpersonen wird dies nun auch auf der Sekundarstufe II angepasst. Die Jahresarbeitszeit wird dabei auf rund 1906 Stunden festgelegt.

Für ein Vollzeitpensum von 1906 Stunden/Jahr bedeutet das:

Kernauftrag UnterrichtErweiterter BerufsauftragZusätzliche Aufträge
1800 Stunden110 Stundenfakultativ

Kommen zusätzliche Aufträge wie zum Beispiel die Funktion als Klassenlehrer hinzu, wird die Unterrichtsverpflichtung entsprechend gesenkt.

Die neuen Berufsaufträge für Mittelschul- und Berufsschullehrer gehen nun bis Anfang Oktober in die Vernehmlassung. Sie sollen auf das Schuljahr 2015/2016 in Kraft gesetzt werden.