«Man muss alle Optionen prüfen»

Ohne Spitalverbund mit Appenzell Ausserrhoden wird es schwieriger, das Spital Appenzell zu erhalten. Darin ist man sich in Appenzell einig. An eine Schliessung mag man dennoch nicht denken.

Leeres Spitalbett

Bildlegende: Das Spital Appenzell wird in Zukunft weniger Patienten stationär behandeln. Keystone

Die Situation sei für das Spital nun sicher nicht leichter, sagt Gewerbe-Präsident Albert Manser nach dem Scheitern des Spitalverbunds mit Appenzell Ausserrhoden. «Aber man muss alle Optionen prüfen, bevor man an eine Schliessung denkt», so Manser weiter.

Bauern-Präsident Sepp Neff ist überzeugt, dass die angestrebte Strategie (Schwerpunkt ambulante Behandlung mit kleiner Bettenstation) eine Chance birgt: «Wichtig ist, dass wir weiterhin Belegärzte mit einem guten Namen am Spital haben.»

Der Appell von Gesundheitsdirektorin Antonia Fässler an die Appenzeller, das eigene Spital auch zu nutzen stösst auf Verständnis. Arbeitnehmervertreter Thomas Mainberger hegt jedoch Zweifel, ob die Innerrhoder Bevölkerung das Spital noch als solches wahrnehmen wird : «Sobald ein Spital nur noch Teilleistungen erbringt, ist es schwierig zu kommunizieren, was das Spital überhaupt macht.»

Das Angebot des Spitals Appenzell soll in den kommenden Monaten konkretisiert werden. In rund einem Jahr will die Innerrhoder Regierung überprüfen, ob sich das Ziel eines Gesundheitszentrum mit Schwerpunkt im ambulanten Bereich realisieren lässt.