«Man wird doch noch fragen dürfen?»

Der Naturschutzverein in der Stadt St. Gallen NVS reagiert pikiert auf eine Anfrage aus dem Stadtrat. Für ein Konzert der Toten Hosen hätte das Gebiet «Breitfeld» als Parkplatz für 1500 Autos freigegeben werden sollen. Der NVS sagte Nein, der Stadtrat fügt sich.

Laichgebiet im Breitfeld

Bildlegende: Das Laichgebiet im Breitfeld soll nicht angetastet werden. NVS St. Gallen

Das Breitfeld sei ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung, hält der NVS fest. In diesem Gebiet habe der Amphibienschutz die höchste Priorität.

Der Stadtrat habe beim Stadionneubau vor 10 Jahren zugesichert,  dass eine Parkplatznutzung des «Breitfeld» grundsätzlich ausgeschlossen sei. Mit drei Ausnahmen: Während des CSIO, an der Olma sowie am Open Air St. Gallen.

Nach der Anfrage in Zusammenhang mit dem Konzert der «Toten Hosen» sieht der NVS diese Abmachung in Gefahr. In einer Resolution fordert er den St. Galler Stadtrat auf, «Massnahmen zur Sicherung des Schutzgebiets» zu treffen.

Der Stadtrat zeigt sich seinerseits irritiert über die Verärgerung des NVS. «Eine simple Anfrage an den NVS sollte nicht als Majestätsbeleidigung verstanden werden», meint der zuständige Stadtrat Nino Cozzio. Über einen 10 Jahre zurückliegenden Entscheid müsse man reden können.

Für das Konzert der «Toten Hosen» sei noch kein Parkplatz gefunden,  so Cozzio weiter.