Zum Inhalt springen

Ostschweiz Marc Mächler in die St. Galler Regierung gewählt

Der Zuzwiler Kantonsrat und FDP-Parteipräsident Marc Mächler ist neuer Regierungsrat im Kanton St. Gallen. Er hat Esther Friedli von der SVP distanzieren können. Damit ist die St. Galler Regierung komplett.

Legende: Video «FDP wehrt in St. Gallen SVP-Angriff ab» abspielen. Laufzeit 1:53 Minuten.
Aus Tagesschau vom 24.04.2016.

Nach einem spannenden Wahlkampf konnte sich der 45-jährige Zuzwiler Marc Mächler von der FDP den siebten Sitz in der St. Galler Regierung sichern. Er war im ersten Wahlgang Ende Februar nur knapp gescheitert, damals fehlten ihm rund 3500 Stimmen. Im zweiten Wahlgang konnte er Esther Friedli um rund 6000 Stimmen distanzieren. Der Zuzwiler tritt die Nachfolge von Willi Haag (FDP) an, der aus der Regierung zurücktritt.

Legende:
Zweiter Wahlgang der Erneuerungswahl der Mitglieder der Regierung vom 24. April 2016 Provisorische Endergebnisse von 13.02 Uhr Kanton St. Gallen

Mächler ist seit 15 Jahren St. Galler Kantonsrat, beruflich ist er Direktionsmitglied bei der UBS. Er hat an der HSG Volkswirtschaft studiert, ist verheiratet und hat drei Kinder. Als Kantonsrat hat er sich über die Parteigrenzen hinaus einen Ruf als Finanzpolitiker erarbeitet.

Erleichterung bei Marc Mächler

Nach der Wahl zeigt sich Marc Mächler erleichtert. Er habe gewusst, dass es knapp werde und habe deshalb einen intensiven Wahlkampf betrieben. Noch am Samstag vor der Wahl sei er auf der Strasse gewesen, um für sich zu werben. Entscheidend sei aber laut Marc Mächler die Unterstützung der CVP und Exponenten der Linken und Grünen gewesen.

Esther Friedli konnte zwar kleinere Landgemeinden für sich gewinnen. In den grösseren Städten aber blieb sie gegen den FDP-Kandidaten chancenlos. Friedli nahm ihre Niederlage gefasst: Sie habe nur sieben Wochen Zeit gehabt, um sich im Kanton bekannt zu machen. Das sei zu knapp gewesen.Trotzdem hat Friedli ein achtbares Resultat erzielt. Sie will bei anderer Gelegenheit wieder antreten für ein Amt.

Keine Chance im zweiten Wahlgang hatten die beiden anderen Kandidaten, Richard Ammann von der BDP und der parteifreie Andreas Graf.

Die St. Galler Regierung setzt sich wie bisher zusammen. Zwei Sitze besetzt die CVP, zwei die FDP, zwei die SP und einen Sitz hat die SVP.

Stimmen

Marc Mächler
45475
Esther Friedli
39773
Richard Ammann
9196
Andreas Graf
9138

70 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von F Selvä (Liberal)
    Frau Friedli dennoch Anerkennung für ihre sehr respektables Resultat. Sie sehen, wenn man linken Parteisoldaten wagt zu widersprechen oder anderer Meinung ist bestehen sie darauf einen wunden Punkt getroffen zu haben, schaffen es aber nicht mal zu erklären, welchen. Denn das Sie verloren haben, bestreitet Niemand, dass es aber mit 40'000 Stimmen+der Tatsache wie ALLE wieder gegen die SVP waren ein sehr eindrückliches Ergebnis. Und es sagt alles aus warum die Linken gar nicht erst angetreten sind
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Niklaus Bächler (parteilos!!)
    Wie sonst ist es zu deuten, dass sich die SVP-ler in einem grossen «Shitstorm» über meine Äusserungen hermachen? Ich habe wohl den wunden Punkt getroffen! Frau Friedli hat verloren,das schleckt auch keine SVP-Geis weg. Und schön reden lässt sich dies auch nicht. Frau Friedli ist noch rasch zur SVP gehüpft, dies haben die WählerInnen nicht goutiert. Ehrliche Politik lebt von Überzeugung & nicht von Effekthascherei!Das Spiel der SVP wird durchschaut!Denn solche VolksvertreterInnen schaden dem Volk
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von F Selvä (Liberal)
      "Wie sonst ist es zu deuten, dass sich die SVP-ler in einem grossen «Shitstorm» über meine Äusserungen hermachen? Ich habe wohl den wunden Punkt getroffen! " Also ganz interessant. 1. Wenn man anderer Meinung ist als Bächler macht man einen "Shitstorm" und es kommt noch besser. Wenn man wagt anderer Meinung ist zu sein, hätte er einen wunden Punkt getroffen. Ich glaube da sagt man nichts weiter dazu sondern lässt es auf sich wirken
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von László Schink (gegen_links_grün)
    Ich finde es schon bizarr, wie hier einige linke Kampfschreiber darüber befinden, wer von einer CVP oder einer anderen Partei, in die SVP übertreten darf und wer nicht. Gestandene Demokraten sind das freilich keine. Für die selben Leute war es dann nie ein Problem, wenn Politiker von der SVP zur BDP oder GLP ins Bett hüften. Erinnern wir uns noch an den Fall Jürg Gehrig, der schnell von der SVP zur BDP wechselte und so gleich SG-Ständerat werden wollte, aber unterdessen vorbestraft ist...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen